Am Mittwoch, den 27.1., fand in der Alten Mensa auf Initiative des AStA und des AK Protest hin die erste in einer Reihe von Diskussionsveranstaltungen statt, die der wirksamen Vermittlung studentischer Probleme an Präsidium und Verwaltung dienen sollen. Thema der Diskussion war das wohlbekannte und vielgehasste Studienverwaltungssystem JOGUStINe (Johannes-Gutenberg-Universität-Studierenden-Informations-Net), das sowohl bei den Studierenden, als auch Dozierenden durch seine bevormundenden Regularien, seiner schlechten Benutzerfreundlichkeit und seine wiederholten Datenbankfehler einen unrühmliche Platz im universitären Alltag eingenommen hat.
“Manifest der Unmündigkeit” Weiterlesen
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TOPs:
- Tag der offenen Tür
- Dresden
- Autonome Tutorien
Tag der offenen Tür:
Am Tag der offenen Tür wird der AK Protest von 10-14 Uhr einen Infostand im Vorraum der Alten Mensa betreiben. Dieser Stand wird ausgerüstet sein mit Infomaterial (Forderungen, Aufruf, Fragen, Bildungsstreikplakaten, Transpis, Zeitungsartikel) und einer Liste, in der sich Interessierte mit Emailadressen eintragen können. Interessante Fragen werden auf mehrere Zettel aufgeschrieben und den Interessierten gestellt. Der Stand wird durch ein Mitglied des AStA angemeldet werden. Im Vorab werden auch noch Wiesbadener Schülis gebeten, sich an dem Stand zu beteiligen.
Dresden:
Am 13.2. findet in Dresden die europaweit größte Kundgebung von Nazis und Faschisten statt. Ein großes Bündnis verschiedenster Gruppierung mobilisiert bereits gegen diesen Aufmarsch. Es bestehen daher bereits Mitfahrgelegenheiten, um nach Dresden zu kommen, die, sobald feststeht, wo sie zu “buchen” sind, auf der Seite bekannt gegeben werden sollen.
Autonome Tutorien:
In Frankfurt gibt es bereits solche: Dort werden solche Tutorien als Möglichkeit des tatsächlichen eigenverantwortlichen Studiums von Studierenden für Studierende angeboten. Hier wurde die Idee bereits angerissen, aber nie weiter ausgeführt. Derartige Tutorien könnten auch eine Möglichkeit bieten, die mit JOGUStINe aufoktroyierten Verwaltungsstrukturen zu durchbrechen. Diese Tutorien könnten derart ausgestaltet werden, als dass an alle Interessierten ein Thema bekannt gegeben wird, zu denen die Interessierten in Eigenverantwortung ihre Ideen, womöglich zu diskutierende Werke und ähnliches zusammentragen, um sich in einem erkenntnisreichen und wissensgenerierenden Diskurs damit auseinanderzusetzen.
Als Plattform steht bereits die Seite der Offenen Uni zur Verfügung, die von allen Interessierten in Eigenverantwortung genutzt werden kann. Dort könnten darüberhinaus auch Themenforen eingerichtet werden, in denen sich die TeilnehmerInnen einer Veranstaltung im Vorab austauschen können. Das Präsidium könnte einzig und allein bezüglich eventueller finanzieller Vergütungen kontaktiert werden, jedoch ohne dabei eine Bringschuld in irgendeiner Form zuzugestehen. Die Organisation verbleibt in jedem Fall in der Hand der Interessiertenschaft (die nicht nur aus Studierenden bestehen muss). Darüber, ob es überhaupt wünschenswert sein könnte, vom Präsidium Gelder zu erhalten, besonders, da das mit nicht unerheblichen neuen Formalia verbunden sein könnte, besteht kein Konsens, daher muss das Thema Finanzierung später erneut diskutiert werden.
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Am morgigen Tag werden die noch im Keller des Philosophicums vorhandenen Spinde ausgeräumt und ersatzlos entfernt. Doch ist dieses AUS für die Stahlspinde alternativlos?
Warum werden die Spinde entfernt? Früher irgendwann hatten es Menschen offensichtlich gut gefunden, dass Studierende einen Spind benutzen können. Früher irgendwann wurden diese Spinde angeschafft. Spinde, nicht ausschließlich zu benutzen für die kurze Zeit des Aufenthalts in einer Bibliothek, sondern dauerhaft. Doch die Zeiten ändern sich: Wir erleben Reformen. Sind das “böse Zungen” oder “Ewiggestrige” die es “Moden” oder “Hypes” nennen und auf die Sinnwidrigkeit des bürokratischen Tuns hinzuweisen versuchen?
“Spekuliert die Uni im Rohstoff Stahl?” Weiterlesen
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Thema: JOGUStINe
Nach einer Einführung durch Dominic Riemenschneider (AStA-HoPo), die unter anderem die Quotierung (Studis:Verwaltung & Präsidium – 3:1, weiche Frauenquotierung, später ErstrednerInnenquote) bekannt gab, stellten sich die Gäste vor: Georg Krausch (Präsident), Bernhard Einig (Leitung Abteilung Verwaltung) und Anke Kamrath (Für JOGUStINe Verantwortliche in der Verwaltung). Dann meldete sich Herr Krausch mit dem aktuellen “Stand der Dinge” zu Wort:
“Protokoll vom 27.1.2010, 1. Jour Fixe” Weiterlesen
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TOPs:
- Jour fixe
- Material für Frankfurt
- Das neue “Corporate Design” der Uni
Jour Fixe:
Die Veranstaltung wurde bis jetzt nur unzureichend beworben; die Flyer sind derzeit (zwei Tage vor der Veranstaltung) noch nicht verteilt, und auf der Uni-Homepage wird die Veranstaltung im Moment noch überhaupt nicht beworben. Daher ist es in jeder Hinsicht wichtig, die Kommunikation mit dem AStA zu intensivieren. Auf der Homepage des AK Protest wird die Veranstaltung mittlerweile angekündigt.
Für den nächsten Jour Fixe zum Thema CHE muss das Datum geklärt werden. Weitere Neuigkeiten gibt es diesbezüglich noch nicht. Für das darauffolgende Treffen, dessen Inhalt bereits auf “Soziale Öffnung der Hochschule” festgelegt wurde (siehe dieses Protokoll) und eventuell nun auch um “Bologna” erweitert werden soll, muss unbedingt Frau Ahnen eingeladen werden. Dafür sollte ein Datum festgelegt werden, damit der AStA Frau Ahnen einladen kann, oder Frau Ahnen soll sich das Datum selbst aussuchen. Wichtig ist es für diese Veranstaltung, dass auch tatsächlich Betroffene vor Ort sind, und die Veranstaltung nicht nur an der Uni beworben wird.
Material für Frankfurt:
Es gibt bereits fertige Flyer, Plakate und Störer, die nur noch gedruckt und verteilt und geklebt werden müssen. Dazu werden die Vorlagen noch heute Abend an die AStA-Druckerei geschickt. Es kann auch noch für 30€ eine große Bildungsstreikfahne produziert werden. Beim AStA sollte ein Antrag auf Finanzierung gestellt werden.
Das neue “Corporate Design” der Uni:
Die Uni hat ein neues “Corporate Design”, das ohne weiteres Kommentar die Qualität von harter Realsatire hat. Diese Kampagne steht insbesondere im Gegensatz zu der Behauptung Krauschens, die Universität würde keiner fortschreitenden Ökonomisierung unterzogen. Die Idee der Konkurrenz zwischen Universitäten, der hier ein ganz neues Kleid verliehen wird, erreicht nun eine neue Dimension. Den ruinösen interuniversitären Wettbewerb, der hier aufs extremste befürwortet und aktiv vorangetrieben wird, wird von den Mitwirkenden des AK Protest von Grund auf und im tiefsten Kern abgelehnt. Eine Antwort auf die “Image-Kampagne” soll erfolgen, die das Ziel hat, das “Corporate Design” aufzugreifen, und dekonstruktiv mit Inhalten zu füllen, die dem beabsichtigen Bild der Universität, das gezeichnet werden soll, und der Idee eines “Corporate Design” überhaupt derart zuwider geht, dass dieser Gedanke mit den Zielen der Universitätsleitung nicht mehr vereinbar ist. Diese Aktionen sollen von einer aufklärenden Kampagne begleitet werden.
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Dann komm am Mittwoch, dem 27.1. um 14.00 Uhr ins Atrium Maximum in die Alte Mensa! Hintergrund dieses Treffens, dass sich mit dem allgegenwärtigsten Problem des universitären Alltags, dem vielgehassten Studierendenverwaltungssystem JOGUStINe, auseinandersetzen wird, sind die Gespräche mit der Universitätsleitung, die im Rahmen der Besetzung Ende letzten Jahres stattgefunden haben. Da diese jedoch noch nicht von Erfolg gekrönt waren – bis auf die die gebetsmühlenartige Versicherung der “Dialogbereitschaft” – ist es wichtig, dass nun auch Veränderungen erreicht werden. Dazu ist es wichtig, dass wir alle gemeinsam unsere Stimme gegen das restriktive und unausgereifte Verwaltungssystem sprechen lassen. Auf dem Treffen werden unter anderem folgende Forderungen diskutiert werden:
- Die Abschaffung der rigide durchgesetzten Anmeldefristen
- Keine Diskriminierung von Studierenden beim Rücktritt von Veranstaltungen
- Anmeldung für bescheinigte Lehrveranstaltungen auch für fachfremde Studierende
- Die Aufhebung der Beschränkung der Teilnehmendenzahlen
- Die Gewährleistung des Datenschutzes
- Bessere Benutzerfreundlichkeit des Systems
Doch dies ist nur ein kurzer Abriss der wichtigsten Punkte. Deshalb ist es wichtig, dass ihr alle kommt, um diese Themen zu ergänzen und Veränderungen zu erreichen, die ein Studium jenseits bürokratischer Zwänge ermöglichen. Für ein selbstbestimmtes Leben und Studium!
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