Mittagsplenum:
TOPs:
- Forderungen an den Landtag
- Presse
- Berichte der AGs
- Zukunft der Besetzung und Jobmesse
- Botschaft aus Landau
- Demo
- Solidarität von Instituten
- Vollversammlung
Forderungen an den Landtag:
Aus dem ohnehin schon an den Senat gerichteten Forderungskatalog wurden einzelne Punkte entnommen, die eher in die Kompetenz des Landtags fallen, als in die des Senats. Die entsprechenden Punkte wurden dem Plenum auf dessen Wunsch hin in Kurzform vorgestellt. Folgende Punkte der Forderungen sollen nicht im Senat, sondern im Landtag durchgesetzt werden: 1., 2., 3., 7., evtl. 10., 5., 6.
Die Bezüge zum LHG sollen noch weiter ausgebaut, und dazu alle verfügbaren Quellen eingebunden werden, insbesondere mit Lautern und Landau kann hier noch besser kooperiert werden. Alle Interessierten sind unter dem Namen AG Inhalt dazu angehalten, sich um die Ausarbeitung der Botschaft an den Landtag zu kümmern. Diese soll dann, sobald sie fertig ist, mit Zustimmung des Plenums an den Landtag und einschließlich der Forderungen an den Senat und an die Presse übermittelt werden.
Presse:
Es wird wohl ein Interview mit dem SWR Fernsehen geben. Es sollten sich dazu alle Besetzenden, die sonst asynchron anwesend sind, gleichzeitig zwischen 5 und 7 Uhr des heutigen Tages im Atrium einfinden. Es soll den KorrespondentInnen des SWR, sollten sie Aufnahmen aus dem inneren des Atrium machen wollen, jedoch nicht gestattet sein, Gesichter oder Personen, die keine Aufnahmen wünschen, zu filmen oder zu fotografieren. Als Ansprechpartner für das SWR-Team soll die Pressegruppe zuständig sein.
Die Arbeit der Pressegruppe war insgesamt erfolgreich, und die Besetzungen sind in der Presse angekommen; ein Pressespiegel mit aktuellen Meldungen über die Besetzungen soll im Atrium aufgehängt werden. Auf tagesschau.de ist auf der Startsteite derzeit ein Foto des Banners am Mainzer Forum Universitatis zu sehen. Auch Die nette Anette Schavan gibt ein Interview und erneut zu erkennen, dass sie die Forderungen der Studierenden nicht verstanden oder zu Kenntnis genommen hat, und fordert mehr Elitenbildung. Das Plenum hat sich dazu entschlossen, mit anderen Gruppen koordiniert eine Stellungnahme abzugeben.
Berichte der AGs:
Die AG Inhalt hat bereits in Form des ersten TOPs berichtet. Die AG Anti-Rep hat einen Plan für den Ernstfall (Räumung) ausgearbeitet. Neuzugänge sollten sich darüber informieren. Die Gruppe Programm & Kultur hat ein Programm für heute und den morgigen Tag fertiggestellt, mit vielen angenehmen Beiträgen, die vor Ort ausgehängt werden. Zudem gibt es einige Vorschläge zu politischen Filmen, die am Wochenende gezeigt werden könnten. Die Mobilisierungsgruppe hatte mit ihrer Mobilisierung und beim Flyern viel Erfolg.
Zukunft der Besetzung & Jobmesse:
Die Besetzung soll auf keinen Fall einfach aufgegeben werden: Das Plenum hat im Konsens entschieden, den gewonnenen, öffentlichkeitspräsenten Freiraum für die Probleme im Bildungsbereich auf keinen Fall zu räumen. Die Besetzenden werden das Atrium Maximum nicht verlassen! Dies soll einer Veranstalterin der Jobmesse mitgeteilt werden.
Botschaft aus Landau:
Aus Landau richtete einer der dortigen Besetzenden, der das Plenum besucht hat, die Solidarität der BestzerInnen aus Landau aus. Er hat für die nächsten Tage eine Lifeschaltung nach Landau und eine noch stärkere Vernetzung vorgeschlagen.
Demo:
Alle sollen sich beteiligen, es werden noch Transpis gebraucht. Die weitere Planung ist vertagt.
Solidarität von Instituten:
Bis jetzt zeigt sich das Geographische Institut solidarisch, es ist zu erwarten, das mehr folgen werden!
Vollversammlung:
Die VV wird in den “falschen” Räumen wie angekündigt mit Plakaten auf den richtigen Raum (HS18) verwiesen. Dennoch soll auf der VV der Antrag gestellt werden, die VV vom HS18 auf das besetzte Atrium zu verlegen.
Abschließend ist festzuhalten, dass dieses Protokoll auch gedruckt und ausgehängt werden soll.






Joar, da habt ihr ja gleich mal doppelt gespammt!
2. Bundesweiter Bildungsstreik – Landesweite Demonstration „education is not for sale!“ am 17.11.2009 in Wiesbaden, 11 Uhr Hauptbahnhof
Die Verhältnisse an allen Bildungseinrichtungen werden durch die derzeitige Bildungspolitik immer weiter verschlimmert und sind so nicht länger hinzunehmen. An den Hochschulen machen die Verschulung durch Einführung der starren sowie fremdbestimmten Bachelor- und Masterstudiengänge, damit institutionalisierter Zeitmangel, schlecht ausgestattete Infrastruktur, prekäre Beschäftigungsverhältnisse und der finanzielle Druck durch bestehende bzw. überall immer wieder drohende Studiengebühren ein freies, selbstbestimmtes Lernen und Leben für Studierende, Lehrende und Angestellte unmöglich.
Viel zu große Klassen, zu wenig und teils nicht pädagogisch ausgebildetes Lehrpersonal, steigender Leistungsdruck, soziale Selektion und fehlende Entfaltungsmöglichkeiten machen zudem die Schule zu einer unbeliebten Institution, die sich massiv auf die Psyche und den Lebensstandard der Schüler_innen auswirkt. Freien Zugang zu Bildung gibt es kaum, an der Schule wird bereits nach der 4. Klasse selektiert und eine Ausbildungsplatzgarantie fehlt vollständig.
Um diese nicht hinnehmbaren Missverhältnisse im ganzen Bildungssystem zu verbessern, demonstrierten bereits im Juni 2009 bundesweit mehr als 270.000 Schüler_innen, Studierende, Auszubildende und weitere von der Bildungsmisere Betroffene gemeinsam.
Einige Monate sind seitdem in Deutschland vergangen, geändert hat sich jedoch nichts. Eine neue Koaltion glaubt mit der Vergabe von Stipendien oder der Deklarierung von Kindergeld als Bildungsausgaben etwas für die Bildung zu tun. Das Motto ist jedoch wieder Elitenförderung statt Bildung für alle. Die Kultusminister_innen haben zwar erkannt, dass der Bologna-Prozess auf viel Ablehnung stößt, haben aber wieder nur schwammige Versprechen und vertröstende Ausreden zur Hand.
Seit über einer Woche haben Studierende in Deutschland begonnen, zentrale Hörsäle in Hochschulen wie Potsdam, Münster, Heidelberg, Marburg, München, Paderborn, Darmstadt, Mönchen-Gladbach, Greifswald, Dresden, Osnabrück, Berlin und Tübingen zu besetzen. (Infos und Organisation auf unsereunis.de) Weitere Besetzungen sind geplant und passieren täglich. Schon davor wurden in ganz Österreich Universitäten besetzt, allen voran das AudiMax in Wien. Die diversen Bildungsstreikbewegungen solidarisieren und internationalisieren sich somit zusehends.
Um sich diesen internationalen Demokratisierungsprozessen anzuschließen und den jeweiligen Forderungen Nachdruck zu verleihen, fordern wir zusammen: Bildung muss selbstbestimmt, demokratisch und für alle frei zugänglich sein, und zwar auf allen Ebenen des Bildungssystems! Landesweit, Bundesweit und Weltweit!
Konkreter fordern wir:
• selbstbestimmtes Lernen und Leben statt starrem Zeitrahmen, Leistungsdruck und Konkurrenzdruck
• freier Bildungszugang und Abschaffung von sämtlichen Bildungsgebühren wie Studiengebühren, Ausbildungsgebühren und Kita-Gebühren
• öffentliche Finanzierung des Bildungssystems ohne Einflussnahme der Wirtschaft unter anderem auf Lehrinhalte, Studienstrukturen und Stellenvergabe
• Demokratisierung und Stärkung der Mit- und Selbstverwaltung in allen Bildungseinrichtungen, unter anderem durch die gleichberechtigte Besetzung aller Entscheidungsgremien durch die Statusgruppen in allen Bildungseinrichtungen.
Wir rufen daher Studierende, Schüler_innen, Lehrer_innen, Dozent_innen Erzieher_innen, Professor_innen, Auszubildende, Eltern und andere von der Bildungsmisere Betroffene auf, am 17.11. gemeinsam mit Menschen in ganz Deutschland auf die Straße zu gehen und für die Umsetzung dieser Forderungen zu demonstrieren.
Kommt am Dienstag, den 17.11. um 11 Uhr zum Hauptbahnhof Wiesbaden und protestiert kreativ mit bzw. informiert euch über Aktionen vor Ort durch die Bildungsstreik-Internetseiten! (siehe Links unten)
Zusätzlich bzw. alternativ besteht an dem Tag lokal die Möglichkeit, den Bildungsstreik durch die Unterstützung des Frankfurter Sternmarsches der Schüler_innen schon früher und intensiver beginnen zu lassen. Nähere Infos gibts auf der Seite des Jugendbündnisses ( http://www.jugendbuendnis-ffm.de ), auf dem sich auch eine wunderschöne Demo-Routenkarte finden lässt.
Schlussendlich möchte dieses digitale Flugblatt weiterverbreitet werden. Sagt also euren Freund_innen, Kommoliton_innen, Mitschüler_innen, anderen Aktiven und Betroffenen Bescheid, verteilt den Aufruf in Verteilern, in sozialen Netzwerken, auf den Streikseiten, den Straßen und klebt ihn an alle Wände.
gezeichnet:
- Die dezentrale Klebestelle für digitale Plakate und Flugblätter zum Bildungstreik 2009_Hoch2 Plus X
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Termine:
- 17. November 2009: Dezentrale, bundesweite Bildungsstreik-Demonstrationen
für Hessen gilt an diesem Tag zentral: Wiesbaden, 11 Uhr Hauptbahnhof
und in allen Städten, wo sich spontan etwas bildet und ausgerufen wird (es liegt an euch…)
für Mainz gilt: 11 Uhr Hauptbahnhof
- ab sofort: bunte Bildungsstreik-Aktionswochen mit bundesweiten und internationalen Besetzungen
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Links:
http://www.asta.uni-frankfurt.de/aktuell/_node/show/3023775.html
http://www.unsereunis.de/
http://www.jugendbuendnis-ffm.de/1.html
http://www.schulaction.org/
http://www.bildungsstreik.net/
http://unsereuni.at/
http://www.uebergebuehr.de/
http://emancipating-education-for-all.org/