Nachmittagsplenum:
TOPs:
- Presse
- Band
- Programm
- Inhalte
- Vollversammlung
- Rücktrittsforderung an Frau Schavan
- Kriegsverherrlichung
- Landau
Presse:
Der SWR will am 17.11. nach der Demo um 15h erscheinen, ihr Material aufbauen und über die Sendung sprechen, um dann gegen 19h eine etwa vierminütige Lifeschaltung zu senden. Die Pressegruppe soll dann in einer Art Interviewsituation die Gründe und Ziele der Besetzung kommunizieren, danach wird der SWR aus dem Raum oder dem Plenum übertragen, was auch immer sich dann dort abspielt. Es s0ll auf alle Fälle nichts für die Kamera inszeniert und arrangiert werden. Die Vorbereitungszeit (ab 15h) reicht vollkommen.
Band:
Die Band soll spielen, obwohl die Entscheidungsfindung dazu nicht gerade optimal gelaufen ist und sich einige übergangen fühlten. Dazu wurde aber der Konsens gefunden, dass die Band trotzdem spielen soll, da nicht zu großer Terror (Folkkand) zu erwarten ist und das für alle Beteiligten in Ordnung geht, jedoch andere Veranstaltungen bei Bedarf erneut diskutiert werden sollen.
Programm:
Das Programm für Montag und Dienstag ist dicht gefüllt und soll jetzt auch auf der Seite des AK Protest unter http://mainz.akprotest.de/termine/programm/ veröffentlicht werden. Am Montag soll inbesondere Platz für eine inhaltliche Diskussion geschaffen werden, in dem ein Film nur dann gezeigt wird, wenn auch wirkliche freie Zeit dafür ist. Der Präsi ist daher für Mittwoch geladen, da dann die Vollversammlung und die Demo abgehakt sind, ohnehin die offene Uni beginnt und dann mehr Raum für Diskussion ist. Herr Krausch muss jedoch noch benachrichtigt werden!
Inhalte:
Die Inhalte sollten nicht unbedingt im Plenum diskutiert werden, da das eigentlich eine Entscheidungsfindungsstruktur darstellt. Immer dann, wenn Interesse an Inhalten besteht, kommt es ohnehin abseits des Plenums zu Diskussionen, die bereits auch schon mehrfach stattgefunden hat.
Vollversammlung:
Da die Vollversammlung bereits an drei verschiedenen Orten beworben wurde, haben sich zwei Personen dazu bereit erklärt, sich an den falschen Räumen aufzustellen und Interessierte zu informieren. Der Inhalt und Ablauf der Vollversammlung wurde bereits geklärt.
Rücktrittsforderung an Frau Schavan:
Ein Rücktrittsgesuch an Frau Schavan steht nach wie vor im Raum, muss jedoch gut argumentativ untermauert und durchdacht werden, obwohl zweifelsohne feststeht, dass sie der Ausübung ihres Amtes offensichtlich nicht fähig ist. Die bundesweite Koordination ist hier, um ernst genommen zu werden und ein Presseecho zu erzielen, jedoch sehr wichtig, und die entsprechende Schrift muss perfekt formuliert, am Besten ein mehrseitiges Dossier mit 100ten von Zitaten sein. Bis jetzt gibt es jedoch niemanden, der im Moment genug Zeit hat, dieses Dossier zusammenzustellen. Es wäre jedoch wesentlich leichter und ebenso angebracht, parallel dazu den Rücktritt von Frau Doris Ahnen zu fordern.
Kriegsverherrlichung:
Unbekannte und Bekannte, namentlich auch der Mainzer Oberbürgermeister, haben an verschiedenen “Ehrenmalen” zur Verherrlichung der letzten Weltkriege Kränze niedergelegt. Das Plenum hat sich einhellig mit denjenigen solidarisch erklärt, die diese Kränze entfernen oder anderweitig etwas gegen Kriegsverherrlichung unternehmen wollen. Man war sich jedoch einig, dass den Besetzenden im Moment schlicht die personellen Kapazitäten fehlen, um das Anliegen der Friedensbewegung aktiv zu unterstützen.
Landau:
Die Landauer beabsichtigen, sich mit bis zu 300 Menschen der Mainzer Demo am 17.11. anzuschließen. Da die Zugverbindungen von Landau nach Mainz sehr schlecht ist, könnte es sein, dass die Landauer alle schon am Monag die Besetzung in Mainz besuchen werden, um dann auch zu übernachten.






Der Grund für den Einspruch besteht darin, dass es sich bei dem kritisierten “Volkstrauertag” nicht etwa um eine Gedenkfeier an die zivilen Opfer der Weltkriege handelt, sondern um eine Glorifikation der Soldaten und ihrer Morde – ob nun gezwungenermaßen oder wie viele freiwillig begangen. Der “Volkstrauertag” steht dabei historisch im Kontext vergangener “Heldengedenken”, die nicht nur die Nazis gekonnt inszenierten.
Die Klientel des heutigen “Volkstrauertags” hat sich im Gegensatz zum historischen Vorbild auch nicht viel geändert: Vielerorts sind es Neonazis oder Burschenschaftler, wie hier in Mainz die Burschenschaften Arminia oder Germania Halle, die diesen Tag nutzen, um ihre menschenfeindliche Ideologie zu streuen – der Vorwand der “Volkstrauer” dient nur als rühriges, scheinbar aufrichtiges Transportmedium. Schlussendlich ist festzuhalten, dass sich die “Kriegerehrenmale” vielerorts befinden, während an zivilen Gedenkstätten, die weniger häufig zu finden sind, auch seltener Kranzniederlegungen oder ähnliches beobachtet werden.
Aber ganz abseits davon: Komm doch mal im Atrium vorbei!
Kriegsverherrlichung?! Ich bitte euch. Man kann es auch wirklich übertreiben. Klar wird dieser Tag auch von Rechtsextremen oder ähnlich Gesinnter ausgenutzt, doch grundsätzlich geht es darum an die Kriegsgefallenen zu erinnern und das hat nichts mit Kriesverherrlichung zutun. Es gab auch mehr als genug Menschen, die in die Kriege gezogen sind und dies nicht freiwillig, sondern ausgenutzt wurden für Nonsens. Es ist richtig, das zwiegespalten zu betrachten, doch man sollte nicht immer nur die eine Seite der Münze betrachten, sondern beide Seiten.
Ansonsten habt ihr meine volle Unterstützung und viel Erfolg!
Gruß Kim
Und nicht vergessen: Offene Uni während der Bildungsstreikwoche!
Termine:
- 17. November 2009: Dezentrale, bundesweite Bildungsstreik-Demonstrationen
ab 11 Uhr an allen Hauptbahnhöfen, in allen Städten und überall in ganz Deutschland
für Hessen gilt an diesem Tag zentral: Wiesbaden, 11 Uhr Hauptbahnhof
für Mainz gilt: 11 Uhr Hauptbahnhof
für Darmstadt gilt: 9.30 Uhr Luisenplatz; 10.35 Uhr Hauptbahnhof und von dort nach Wiesbaden Hauptbahnhof
für Marburg gilt: Treffpunkt & Abfahrt 9.35 Hauptbahnhof (Zug Richtung Frankfurt)
… sowie überall, wo etwas angekündigt wird und sich Menschen finden
Zumindest hessenweit ist man also dabei!