Morgenplenum:
TOPs:
- Präsigespräch
Präsigespräch:
Heute um 14 Uhr findet das Gespräch mit Herr Krausch statt. Eine Strategie für die Verhandlung und eine Tagesordnung wurden ausgearbeitet und sollen im Gespräch mit dem Präsidenten zum Einsatz kommen. Die Forderungen, die vorgestellt werden, sind dabei praktischerweise auf der studentischen Vollversammlung abgesegnet worden und damit demokratisch legtimiert.
Präsigespräch:
TOPs:
- Einführung
- Bachelor / Master
- Exzellenzinitiative / CHE
- Jogustine
- LHG
- Soziale Öffnung der Hochschule
- Sonstiges
Einführung:
Die Tagesordnung wurde vorgestellt, die auch an einem Flipchart für alle sichtbar aufgestellt ist. Herr Krausch gab dem Gespräch anderthalb Stunden Zeit, und stellte Frau Dreyer, die Dekanin des FB05 vor.
Es wurde auf die aktuelle Situation und den Stand der Proteste und Besetzungen hingewiesen und die Besetzung des Mainzer Atrium Maximum in diesen Kontext eingereiht, dann über die Bestätigung der Forderungen und der Besetzung durch die studentische VV informiert. Schlussendlich wurde mitgeteilt, dass die Besetzung ein offenes Ende hat und man sich noch auf keine konkrete Bedingung für die Beendigung der Besetzung festgelegt hat. Die Dialogbereitschaft von Herr Krausch bezüglich der Inhalte wurde seperat hervorgehoben. Die Redeliste wurde als quotiert eingeführt.
Bachelor / Master:
Zu Bachelor / Master wurden die Forderungen vorgestellt, die sich in dem Forderungeskatalog befinden, der bereits auf der studentischen VV vorgestellt und mit überwältigender Mehrheit beschlossen wurde; diese beziehen sich insbesondere auf die Verschulung der Studiengänge, ihre zu kurze Dauer von gerade einmal sechs Semestern und die Überfüllung dieser sechs Semester mit Inhalt, was zu Zeitmangel und damit zu mangelnder Beteiligung in der verfassten Studierendenschaft führt, die Abschaffung von Orchideenfächern, die ausnahmslose Aufnahme aller Noten in die Endnoten, der Mangel an Kombinierbarkeit der Fächer und die Quoten bei den Masterstudiengängen. Diese Punkte wurden mitunter beispielhaft vorgestellt.
Herr Krausch entgegnete darauf, dass einige der genannten Punkte nicht in seine Veranstwortlichkeit und den Bereich seiner Einflussnahme fallen. Der Senat hat sich laut Aussage von Herr Krausch bereits zu einer Sondersitzung über das neue LHG getroffen, und beschlossen, dass man sich beim Landtag bereits dafür einsetzt, dass alle ihren Master machen können und die Quoten abgeschafft werden. Der studentische Senator Jens Jungblut ergänzt hierzu, dass die durch NCs geregelten Masterquoten jedoch in der Kompetenz der einzelnen Fachbereich liegt, und wohl geschaffen wurden, um personellen Kapazitäten entgegenzukommen. Herr Krausch entgegnet, dass die Quoten gebraucht werden.
Zur Modularisierung teilt Herr Krausch mit, dass “zu starre Korsette geschmiedet” wurden. Er schließt sich den Forderungen an, dass die strengen Formalia der Studiengänge verbessert werden müssen, um ihre Studierbarkeit oder die Teilnahme an Auslandsssemstern zu erleichtern. Dabei delegiert er jedoch Kompetenzen an die Akkreditierungsagenturen. Ein Studierender bemängelt hierzu, dass Formalia generell nicht wünschenswert sind, freies Denken beschneiden und die Gespräche nicht auf Augenhöhe stattfinden. Frau Dreyer erwidert, dass Studierende anscheinend Orientierung brauchen und darum gebeten haben; darauf wurde entgegnet, dass Beratungsstellen statt strengen Vorgaben angemessener wären, es wird hinzugefügt, dass kritisches Denken und ein Selbstfindungsprozess im Laufe des Studiums normal ist. Ein weiterer Beitrag weist darauf hin, dass die Formalia eine Beschneidung der Rechte derer darstellt, die sich doch noch frei entscheiden möchten und keine Lust haben, sich ihre Studieninhalte in einem Rahmen vorgeben zu lassen. Es wird noch hinzugefügt, dass Regulierungen gar nicht mehr dazu anregen, überhaupt selbst zu wählen und damit überhaupt erst zur Notwendigkeit von Regulierungen fühlen. Frau Dreyer spricht nun für die Studierenden des FB05 eine Einladung zu einem Gespräch über diese Thematik aus, um Verbesserungen und Korrekturen zu erarbeiten. Dazu wird seitens eines Studierenden erneut bemerkt, dass es nicht nur um Korrekturen geht, da die Entwicklung grundsätzlich bedenklich ist.
Frau Dreyer fügt bezüglich des FB05 hinzu, dass bereits das Ziel angestrebt wird, die Kombinierbarkeit von Studiengängen zu erhöhen, und kleine Fächer in deren Zusammenfassung in einen Studiengang erhalten werden sollen. Der Leistungsdruck soll gesenkt werden, indem die Noten des ersten Studienjahrs nicht vollständig gewertet werden.
Herr Krausch betont nun, dass bereits viele Gelder geflossen sind, und hebt hervor, dass er sich bereits mit Geld vom Land für die Lehre einsetzt, da die Forschung aus der Wirtschaft (“DFG”, “Volkswagen”) bereits ausreichend finanziert ist.
Exzellenzinitiative / CHE:
Das CHE-Hochschulranking wird von den Studierenden abgelehnt, da es eine sehr mächtige Lobby vertritt, namentlich die Bertelsmannstiftung und ihren kompromisslosen Neoliberalismus. Diese Lobby führt das Ranking nach nicht wissenschaftlichen Kriterien und eigenen Interessen durch. Einige Unis (Kiel, mehrere Schweizer Unis) haben sich aus diesen Gründen bereits aus dem Ranking zurückgezogen. Dies liegt in der Verantwortung und in der Kompetenz jeder Universität.
Das Ranking steht inbesondere von eine methodischen Standpunkt her betrachtet sehr in Frage, auch Herr Krausch betont das und fügt hinzu, dass die Universitäten im Zuge dieses Rating tatsächlich um Studierende konkurrieren. Der Markt der Universitäten, in dem Universitäten konkurrieren, wird durch das Ranking erst fingiert und geschaffen, fügt ein Studierender hinzu, und durch das Ranking gesteuert. Die Exzellenzinitiative fügt sich an diese Problematik nahtlos an.
Das einzige Argument, das gegen einen Ausstieg spricht, ist der Konkurrenzkampf, der durch das Ranking erzeugt wurde. Der Senat sieht sich laut Aussage von Herr Krausch dazu genötigt, im Konkurrenzkampf mitzuwirken, um nicht mit leeren Händen darzustehen. Weitere Argumente stehen nicht dagegen, insbesondere hier in Mainz kommen Studierenden eher aus der Region (Jens Jungblut: 80%), dieser Konkurrenzfaktor fällt sogar auch noch flach.
Es wird von Herr Krausch erwähnt, dass die Ausgaben von Rheinland-Pfalz pro Studierenden im Bundesländervergleich auf Platz 15 von 16 stehen.
Übrige TOPs:
Werden vertagt. Ab jetzt sollen regelmäßig Mittwoch Nachmittags Gespräche über die Forderungen stattfinden. Das nächste Gespräch eventuell morgen 14h.
Nachmittagsplenum:
TOPs:
- AStA- und StuPa-Plenum
- Präsi-Gespräch
- Veröffentlichung Forderungen
AStA- und StuPa-Plenum:
Das StuPa soll nicht verlegt werden, da das wohl zu stressig für die Mitwirkenden der Besetzung wäre, die tagtäglich sehr viel zu tun haben und den Abend zu Ruhe benötigen. Auf dem AStA-Plenum hingegen soll der Antrag auf Verlegung ins Atrium Maximum gestellt werden. Dies würde die Koordination mit dem Bildungsstreik durch direkte Kommunikation sehr vereinfachen.
Präsigespräch:
Die Diskussionskultur muss verbessert werden, um Rednern nicht das Wort abzuschneiden, andererseits, um inhaltliche Wiederholung der Beiträge zu vermeiden, die das Gespräch verschleppen. Es wurde jeder gebeten, sich eventuell bei den Redebeiträgen etwas zurückzuhalten.
Im Übrigen ist das Gespräch konstruktiv verlaufen, die Angebote zu weiteren Gesprächen sollten unbedingt genutzt werden, d.h. das Angebot von Frau Dreyer und der Gesprächstermin am morgigen Tag von Herr Krausch. Daher soll das nächste Gespräch mit dem Präsidenten am morgigen Donnerstag, den 19.11., am gleichen Ort stattfinden.
Veröffentlichenung der Forderungen:
Es besteht bereits die Zusage, dass die Forderungen auf der Seite der Universität unter aktuelles veröffentlicht werden. Weiterhin wurde vom Präsidenten angeboten, die Forderungen über den allgemeinen Universitätsverteiler zu schicken. Ob das tatsächlich geschehen wird, steht noch offen.






Das ist immer die einfachste Methode die eigene Verantwortung abzutreten, anderen niedriege Beweggründe & das Vertreten von unverhinderbaren Ideologien ungeprüft vorzuwerfen.. hinter dem Bildungsstreik steht mehr als linke Ideologie, natürlich versuchen linksorientierte Gruppierungen dort ihre Punkte auch einzubringen, aber wenn dies dich stört arbeite mit, bring deine Punkte ein, es herrscht Demokratie!
Wirklich so kurzsichtig zu sein & nur Linksradikale hinter dem Bildungsstreik zu vermuten zeigt deutlich, dass sich mit den Forderungen nicht wirklich auseinandergestzt wurde. Schade.
Diese ganzen linksextremen Demokraten, furchtbares Volk … Btw.: Wenn du so opportun bist, dich gleich vereinnahmen zu lassen, dann komm doch einfach mal vorbei, wir vereinnahmen dich gerne. Bis dahin bist du herzlich dazu eingeladen, niemanden mit deiner Meinung zu behelligen, die du ja anscheinend auch nicht bereit bist, in einer demokratischen Versammlung einzubringen, geschweige denn, mit deinem Namen dafür zu stehen.
Man könnte es auch “das anonyme Gemäkel danach” nennen; die Beschwerde dessen, der zwar alles nach seinem eigenen, egoistischen Gusto geschehen sehen will, jedoch zu bequem ist, dafür auch nur den kleinen Finger zu rühren. Was denkst du denn, wo du lebst, in einer magischen Traumwelt, in der alles ohne dein Zutun und nach deinen Wünschen geschieht? In diesem Sinne gehe ich gerne dazu über, deine Beiträge hier zu löschen – unter linksextremen Ideologen stehen die Beschlüsse doch eh fest, da brauchst du ja deinen Senf auch nicht mehr dazu geben.
Viele kommen halt auch daher nicht, da sie sich nicht von linken\linksextremen Gruppen ideologisch vereinnahmen lassen wollen…………..
Die Beschlüsse auf diesen VVS stehen doch von vornherein fest………..
Wenn nur 1% der Studentenschaft ihre Möglichkeiten & demokratischen Rechte wahrnehmen, sich für die Bildungszukunft interessieren dann haben diese 1% durchaus repräsentativen Wert für die VV.. die VV hatte Themen ausserhalb des Bildungsstreiks & der Bestzung, auch diese Unipolitik betreffenden Themen wurden von einem Großteil der Studienschaft ignoriert.. obwohl weitläufig dazu eingeladen wurde, Flyer, Plakate & Informationen verbreitet wurden, waren viele nicht dazu bereit einen Bruchteil ihrer Zeit in die Mitarbeit an der Unipolitik zu investieren.. ein einfacher Antrag hätte einen größeren Raum ermöglicht.
Kennst du den Spruch, der besagt, dass die schweigende Mehrheit zustimmt? Man kann einen VV problemlos per Antrag in einen größeren Raum oder zum Beispiel auch ins Freie verlegen.
….demokratisch legitimiert durch nicht mal 1% der Studierenden…… Der HS 18, wo die VV stattfand fasst höchstens, wenn man stark quetscht, 300 bis 400 Leute. Bei ca. 35000 Studierenden ist das wahnsinning repräsentativ