Das Verteilen von Flugblättern ist neuerdings strafbar – glücklicherweise aber nicht hier. An der Hosei-Universität in Japan jedoch wurden insgesamt sechs Studierende wegen der Verteilung systemkritischer Flugblätter festgenommen, wie ein Bündnis autonomer japanischer Studierender berichtet.
Auf diesen Flyern riefen die JapanerInnen laut eigener Aussage dazu auf, das neoliberale Selbstverständnis ihrer Universität und der Gesellschaft hin zu einer sozialen Gemeinschaft zu verändern, wurden jedoch überraschend und ohne Ankündigung verhaftet. Ihr Vergehen: Sie hätten “gewaltsam die Geschäftsabläufe der Universität behindert”. Gerade angesichts dieser Anschuldigung scheinen also die Vorwürfe, die sie in den Flyern an die Universität richten, durchaus gerechtfertigt. So sehen es auch die Verhafteten, die auf ihr legitimes Recht auf demokratische Partizipation an ihrer Universität bestehen, und ihre Rolle als Teil einer sozialen Bewegung einstufen.
Daher ist ihre Antwort auf den rechtlich zweifelhaften Eingriff in ihre persönliche Freiheit und die Freiheit der Meinungsäußerung klar: Die Maßnahmen, mit denen auf ihre Aktion geantwortet wurde, sind überzogen und dienen offensichtlich der Unterdrückung sozialer Proteste. “Wir werden diese widerrechtliche Festnahmen nicht akzeptieren und für die Freiheit unserer FreundInnen kämpfen!”, kommentiert Shiori Matsumuro, einer der Aktiven. Es bleibt also nun zu hoffen, dass dieser Kampf erfolgreich sein wird und die Gefangenen nicht wie bei den letzten Festnahmen an der Hosei-Universität etliche Monate in Untersuchungshaft gehalten werden. Dazu ruft das japanische Bündnis zu Solidaritätsaktionen auf: Vorgeschlagen wurde weltweite Demonstrationen vor japanischen Botschaften am 5. März oder die Entsendung von Protestnoten an die Hosei-Universität und an die japanische Botschaft in Deutschland.
Weitere Informationen finden alle, die des japanischen mächtig sind, auf der Homepage des Bündnisses.






Das Verteilen von Flugblättern ist neuerdings strafbar – glücklicherweise aber nicht hier.
Ich finde das sollten wir beim nächsten Montagstreffen (zum Beispiel 22 2 2010)aufnehmen und asbald mal eben ausprobieren auf diesem Campus hier.(neoliberales Selbstverständnis dieser Universität Uni Mainz…den es sind ja nicht “nur” Vorzeichen die darauf hindeuten – sondern auch Alltag. Thema STiNE – hier Johannes Gutenberg Universität – kurz: JOGU -..)Als eine von 13 Uni – Versuchsprojekten bei der immer noch A: Datenschutz ungeklärt bleibt und B: es doch wohl einfach nicht wahr sein kann diesen “Versuch” 5 Jahre zu fahren – ohne jegliche demokratische Legitimation…wobei noch der chaotisch mies organisierte letzte Wahlverlauf zu bemerken sei. Die Universität als starres undurchsichtiges geschlechtsgender – restaurativ/betoniertes Gebilde in der künstlich aufgezwungen wird nach dem sozialdarwinistischen “Manchester – Kaptitalismus” – Prinzip.