B.A.-Studiengang Ethnologie: Wie mensch letzten Dienstag von Carola Lentz (Institutsleiterin Ethnologie) im “Gespräch zwischen Dozierenden und Studierenden. Lob – Kritik – Fragen” erfahren konnte, sind ca. 80% der Studierenden doof (was legitim sei). Und für diese sei der Bachelor-Studiengang eingerichtet worden.
Außerdem wurde endlich erklärt, wie Opportunismus begründet werden kann: Wir setzen die Vorgaben des Ministeriums um und ersparen es uns, Kraft in Auseinandersetzungen zu vergeuden.
Dann kam der Hinweis an die Studierenden, dass die aktuell im B.A. Immatrikulierten ganz sicher nicht mehr profitieren würden von den aktuellen internen Bolognaumsetzungs-Reformen, die durch das Ministerium gefordert werden.
Da das Gespräch dann doch länger als 10 Minuten gedauert hat, waren sicherlich alle dankbar für den geduldigen Hinweis, dass wir solch ein Gespräch ja nächstes Semester erneut stattfinden lassen könnten, falls der Fachschaftsrat Kommunikationsdefizite weiterhin erkennen zu glauben meint.
Ende der Durchsage: (Vorsicht an der Bahnsteigkante! Türen schließen selbsttätig!) Mit Uniabschluss auf´s unkritische Mainstream-Abstellgleis!






Ergänzung:
Eine Forderung als Kontrast zu dem Abgesang auf das bißchen Wissenschaftlichkeit was bis heute der Obrigkeit abgetrotzt wurde, von einem Referenten von “Bund demokratischer Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler” (www.BdWi.de):
Erstnes bejahte er die Idee, dass ein Hochschulstudium eine Ausbildung sei.
Zweitens und gleichzeitig(!) muss (normative Forderung!) ein Mensch der_die die Hochschule mehr als nur vom Hörensagen kennengelernt hat, soviel lernen und verstehen, dass er_sie spätestestens danach nicht mehr bereit ist etwas zu tun, was seiner eigenen Auffassung zuwiderläuft. Oder nicht bereit ist Aufträge auszuführen bei der er_sie nicht transparent gemacht bekommt, welchem “großen Ganzen” er_sie zuarbeitet. Das sei wesentlich für das Demokratieverständnis des BdWi.
Ein weiterer Aspekt des Dmokratieverständnisses: Er erhellte auch die Absurdität von formalisierter Mitbestimmung, wenn die Mitbestimmung nicht solcherart gehandhabt würde, dass garantiert werde, dass ein jedes Individuum seine subjektiven-individuellen Anliegen in das Gesamtsystem einbringen und dort verwirklichen kann.
Mir erscheint dies eine starke Gegenposition zu sein gegen Finanzierungs-Opportunismus, wie er durch die “Drittmittel”-Finanzierungs-Ideologie eingeführt wurde.
Beispiel: Im Bereich Agro-Gentechnik entstammen die Drittmittel allesamt den Öffentlichen Kassen: es ist also kein “zusätzliches Geld” aus der “Freien Wirtschaft”, sondern die (versteckte) Einführung von gelenkter Wissenschaft. Dies ist nicht “Wissenschaft”, sondern die willfährige, verantwortungslose Andienung von Spezialkenntnissen an Auftraggeber.