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	<title>AK ProtestAllgemeines</title>
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	<description>Protest Open Source!</description>
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		<title>B.A. ist nicht bäh, oder? Beispiel Ethno.</title>
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		<pubDate>Mon, 07 Jun 2010 01:12:15 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Jörg</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemeines]]></category>
		<category><![CDATA[Infos]]></category>
		<category><![CDATA[Bologna]]></category>
		<category><![CDATA[Dozierende]]></category>
		<category><![CDATA[Ökonomisierung]]></category>

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		<description><![CDATA[ 80% der Studierenden doof (was als legitim dargestellt wird) - und für die wurde der Bachelor-Studiengang eingerichtet.
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			<content:encoded><![CDATA[<p>B.A.-Studiengang Ethnologie:  Wie mensch letzten Dienstag von Carola Lentz (Institutsleiterin Ethnologie) im &#8220;Gespräch zwischen Dozierenden und Studierenden. Lob &#8211; Kritik &#8211; Fragen&#8221; erfahren konnte, sind ca. 80% der Studierenden doof (was legitim sei). Und für diese sei der Bachelor-Studiengang eingerichtet worden.</p>
<p>Außerdem wurde endlich erklärt, wie Opportunismus begründet werden kann: Wir setzen die Vorgaben des Ministeriums um und ersparen es uns, Kraft in Auseinandersetzungen zu vergeuden.</p>
<p> Dann kam der Hinweis an die Studierenden, dass die aktuell im B.A. Immatrikulierten ganz sicher nicht mehr profitieren würden von den aktuellen internen Bolognaumsetzungs-Reformen, die durch das Ministerium gefordert werden.</p>
<p>Da das Gespräch dann doch länger als 10 Minuten gedauert hat, waren sicherlich alle dankbar für den geduldigen Hinweis, dass wir solch ein Gespräch ja nächstes Semester erneut stattfinden lassen könnten, falls der Fachschaftsrat  Kommunikationsdefizite weiterhin erkennen zu glauben meint.</p>
<p>Ende der Durchsage: (Vorsicht an der Bahnsteigkante! Türen schließen selbsttätig!) Mit Uniabschluss auf´s unkritische Mainstream-Abstellgleis!</p>
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		<title>Und wer rankt eigentlich das CHE?</title>
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		<pubDate>Mon, 12 Apr 2010 16:20:32 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Gregor</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemeines]]></category>
		<category><![CDATA[Infos]]></category>
		<category><![CDATA[CHE]]></category>
		<category><![CDATA[Nachdenkseiten]]></category>
		<category><![CDATA[Ökonomisierung]]></category>
		<category><![CDATA[Wolfgang Lieb]]></category>

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		<description><![CDATA[Offenes Forum zur kritischen Diskussion des CHE-Unirankings mit Gastreferent Wolfgang Lieb (NachDenkSeiten.de) / Mittwoch, 21.4., 14.30 Uhr im Atrium Maximum (Rechte Aula &#8211; über QKaff) Ein kurzer Blick in das Uni-Ranking des ZEIT-Studienführers und schon weißt du, wo deine Wunschuni im Vergleich zur Konkurrenz steht. Eine praktische Entscheidungshilfe &#8211; doch wozu brauchen wir überhaupt so [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Offenes Forum zur kritischen Diskussion des CHE-Unirankings mit Gastreferent Wolfgang Lieb (NachDenkSeiten.de) / Mittwoch, 21.4., 14.30 Uhr im Atrium Maximum (Rechte Aula &#8211; über QKaff)<br />
</strong></p>
<p>Ein kurzer Blick in das Uni-Ranking des ZEIT-Studienführers und schon weißt du, wo deine Wunschuni im Vergleich zur Konkurrenz steht. Eine praktische Entscheidungshilfe &#8211; doch wozu brauchen wir überhaupt so ein Ranking und wer gibt es in Auftrag? Die Idee dahinter: Die Ranglisten, bei denen die Unis je nach Kategorie entweder grün, orange oder rot abschneiden, dienen dazu, einen Wettbewerb zu erzeugen. Denn Wettbewerb tut allen gut und verbessert die im internationalen Vergleich notorisch hinterherhinkenden deutschen Hochschulen. So zumindest die Sichtweise des Centrums für Hochschulentwicklung (CHE), der Organisation, die das ZEIT-Ranking erstellt.</p>
<p>Ist dieser Ökonomisierungsgedanke aber überhaupt nützlich oder schadet er nicht eher dem gesamten Bildungswesen? Und wie sieht es mit den ideologischen Hintergründen dieses Radikalumbaus aus? Diese und andere Themen stehen zunächst im Vortrag von Nachdenkseiten-Herausgeber Wolfgang Lieb im Mittelpunkt. Allen Interessierten wird sich dabei die Möglichkeit bieten, einer der derzeit wichtigsten außerparlamentarischen Oppositionsstimmen Fragen über die derzeitige politische Lage im neoliberal geprägten Deutschland zu stellen.</p>
<p>Um 16 Uhr geht es dann zur Diskussion mit Universitätspräsident Georg Krausch über. Hier kann nun jeder sein neues Wissen einbringen, um womöglich das Präsidium sogar dazu zu drängen die Universität aus dem Hochschulranking des CHE zurückzuziehen&#8230;</p>
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		<title>Protokoll vom 25.1.2010</title>
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		<pubDate>Mon, 25 Jan 2010 21:31:53 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Jan</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemeines]]></category>
		<category><![CDATA[Protokolle]]></category>
		<category><![CDATA[Corporate Undesign]]></category>
		<category><![CDATA[Sure Fix]]></category>

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		<description><![CDATA[TOPs: Jour fixe Material für Frankfurt Das neue &#8220;Corporate Design&#8221; der Uni Jour Fixe: Die Veranstaltung wurde bis jetzt nur unzureichend beworben; die Flyer sind derzeit (zwei Tage vor der Veranstaltung) noch nicht verteilt, und auf der Uni-Homepage wird die Veranstaltung im Moment noch überhaupt nicht beworben. Daher ist es in jeder Hinsicht wichtig, die [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<h4>TOPs:</h4>
<ul>
<li>Jour fixe</li>
<li>Material für Frankfurt</li>
<li>Das neue &#8220;Corporate Design&#8221; der Uni</li>
</ul>
<h4>Jour Fixe:</h4>
<p>Die Veranstaltung wurde bis jetzt nur unzureichend beworben; die Flyer sind derzeit (zwei Tage vor der Veranstaltung) noch nicht verteilt, und auf der Uni-Homepage wird die Veranstaltung im Moment noch überhaupt nicht beworben. Daher ist es in jeder Hinsicht wichtig, die Kommunikation mit dem AStA zu intensivieren. Auf der Homepage des AK Protest wird die Veranstaltung mittlerweile angekündigt.</p>
<p>Für den nächsten Jour Fixe zum Thema CHE muss das Datum geklärt werden. Weitere Neuigkeiten gibt es diesbezüglich noch nicht. Für das darauffolgende Treffen, dessen Inhalt bereits auf &#8220;Soziale Öffnung der Hochschule&#8221; festgelegt wurde (siehe dieses <a title="14.12." href="http://mainz.akprotest.de/2009/12/protokoll-vom-14-12-2009/" target="_self">Protokoll</a>) und eventuell nun auch um &#8220;Bologna&#8221; erweitert werden soll, muss unbedingt Frau Ahnen eingeladen werden. Dafür sollte ein Datum festgelegt werden, damit der AStA Frau Ahnen einladen kann, oder Frau Ahnen soll sich das Datum selbst aussuchen. Wichtig ist es für diese Veranstaltung, dass auch tatsächlich Betroffene vor Ort sind, und die Veranstaltung nicht nur an der Uni beworben wird.</p>
<h4>Material für Frankfurt:</h4>
<p>Es gibt bereits fertige Flyer, Plakate und Störer, die nur noch gedruckt und verteilt und geklebt werden müssen. Dazu werden die Vorlagen noch heute Abend an die AStA-Druckerei geschickt. Es kann auch noch für 30€ eine große Bildungsstreikfahne produziert werden. Beim AStA sollte ein Antrag auf Finanzierung gestellt werden.</p>
<h4>Das neue &#8220;Corporate Design&#8221; der Uni:</h4>
<p>Die Uni hat ein neues &#8220;Corporate Design&#8221;, das ohne weiteres Kommentar die Qualität von harter Realsatire hat. Diese Kampagne steht insbesondere im Gegensatz zu der Behauptung Krauschens, die Universität würde keiner fortschreitenden Ökonomisierung unterzogen. Die Idee der Konkurrenz zwischen Universitäten, der hier ein ganz neues Kleid verliehen wird, erreicht nun eine neue Dimension. Den ruinösen interuniversitären Wettbewerb, der hier aufs extremste befürwortet und aktiv vorangetrieben wird, wird von den Mitwirkenden des AK Protest von Grund auf und im tiefsten Kern abgelehnt. Eine Antwort auf die &#8220;Image-Kampagne&#8221; soll erfolgen, die das Ziel hat, das &#8220;Corporate Design&#8221; aufzugreifen, und dekonstruktiv mit Inhalten zu füllen, die dem beabsichtigen Bild der Universität, das gezeichnet werden soll, und der Idee eines &#8220;Corporate Design&#8221; überhaupt derart zuwider geht, dass dieser Gedanke mit den Zielen der Universitätsleitung nicht mehr vereinbar ist. Diese Aktionen sollen von einer aufklärenden Kampagne begleitet werden.</p>
]]></content:encoded>
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		<title>Totalboykott des CHE-Rankings – Uni Bonn nun des Todes?</title>
		<link>http://mainz.akprotest.de/2009/12/totalboykott-des-che-rankings-in-bonn/</link>
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		<pubDate>Fri, 11 Dec 2009 21:20:09 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Gregor</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemeines]]></category>
		<category><![CDATA[Infos]]></category>
		<category><![CDATA[News]]></category>
		<category><![CDATA[Boykott]]></category>
		<category><![CDATA[CHE]]></category>
		<category><![CDATA[Neoliberale Saftsäcke]]></category>
		<category><![CDATA[Uni Bonn]]></category>

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		<description><![CDATA[Wie die Frankfurter Rundschau berichtet, will sich die Rheinische Friedrich-Wilhelms-Universität Bonn zur Gänze aus dem Ranking des Centrums für Hochschulentwicklung (CHE) zurückziehen. Andreas Archut, Sprecher der Uni Bonn, erklärte, die Universität wehre sich „gegen die pauschale Ampel“. Gemeint ist damit das undurchschaubare, in seinen Ergebnissen stark simplifizierende Ranking, wonach in mehreren Kategorien die Universitäten die [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Wie die <a href="http://www.fr-online.de/in_und_ausland/wissen_und_bildung/aktuell/2130660_Kritik-am-CHE-Hochschulranking-Uni-Bonn-will-nicht-mehr-beurteilt-werden.html">Frankfurter Rundschau berichtet</a>, will sich die Rheinische Friedrich-Wilhelms-Universität Bonn zur Gänze aus dem Ranking des Centrums für Hochschulentwicklung (CHE) zurückziehen. Andreas Archut, Sprecher der Uni Bonn, erklärte, die Universität wehre sich „gegen die pauschale Ampel“. Gemeint ist damit das undurchschaubare, in seinen Ergebnissen stark simplifizierende Ranking, wonach in mehreren Kategorien die Universitäten die „Noten“ Rot, Gelb oder Grün erhalten. Das CHE steht bereits seit längerem in der Kritik, der Lobbyarm der Hochrektorenkonferenz (HRK) sowie der Bertelsmann-Stiftung zu sein und die schleichende Ökonomisierung der deutschen Hochschullandschaft propagandistisch voranzutreiben. Darum ist eine Forderung der streikenden Studierenden der Komplettrückzug der Universität Mainz aus dem Ranking.</p>
<p>Universitätspräsident Georg Krausch wies diese Forderung <a href="http://mainz.akprotest.de/2009/11/protokoll-vom-18-11-2009/">im direkten Gespräch</a> mit dem Plenum des Atrium Maximum jedoch zurück. Da durch das Ranking nun mal vollendete Tatsachen geschaffen worden seien, könne die Uni Mainz nicht alleinig diesen Schritt wagen, ohne zu riskieren, damit im Konkurrenzkampf mit anderen Hochschulen zu unterliegen und eine Vielzahl an Bewerbern an diese zu verlieren.</p>
<p>Konsequenterweise hat die Universitätsleitung in Bonn zu befürchten, einen fatalen Fehler begangen zu haben und auf dem Hochschulmarkt jetzt vermehrt den Kürzeren ziehen zu müssen, womit sie nur noch, wenn überhaupt, minderwertigere Studierende abbekommen wird. Genauso ergangen ist es nämlich der mathematisch-naturwissenschaftlichen Fakultät der Uni Kiel, dem Fachbereich Bildungswissenschaften der Uni Koblenz-Landau sowie mehreren Fachbereichen der Uni Siegen, die sich bereits allesamt dem Hochschulranking entziehen.<strong></strong></p>
<p><strong>Diskussionsfrage</strong>: Wenn die Korrekturfunktion meines Textverarbeitungsprogramms den Begriff „Hochschulranking“ unterringelt, heißt das dann, dass die ZEIT-Studienführer jetzt endlich den verdienten Weg in den Kachelofen finden dürfen?</p>
]]></content:encoded>
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		</item>
		<item>
		<title>An jedem verdammten Sonntag</title>
		<link>http://mainz.akprotest.de/2009/11/an-jedem-verdammten-sonntag/</link>
		<comments>http://mainz.akprotest.de/2009/11/an-jedem-verdammten-sonntag/#comments</comments>
		<pubDate>Mon, 23 Nov 2009 21:39:21 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Gregor</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemeines]]></category>
		<category><![CDATA[Infos]]></category>
		<category><![CDATA[News]]></category>
		<category><![CDATA[Bildungsstreik]]></category>
		<category><![CDATA[Dossier]]></category>
		<category><![CDATA[FAS]]></category>
		<category><![CDATA[Politik]]></category>

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		<description><![CDATA[Gut, Paul Linsmaier, Landesvorsitzender des Rings Christlich-Demokratischer Studenten (RCDS) in Bayern, bildete vielleicht eine Ausnahme, als er uns streikenden Studierenden vorwarf, wir hätten lediglich eine „neomarxistische Umwälzung“ im Sinn. Dass uns ansonsten die rosigsten Sympathiebekundungen entgegenschwappten, angefangen von den HochschulrektorInnen über diverse WissenschaftsministerInnen bis hin zur Bundesbildungsministerin, machte uns relativ stutzig. Zumal die dann vorgeschlagenen [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Gut, Paul Linsmaier, Landesvorsitzender des Rings Christlich-Demokratischer Studenten (RCDS) in Bayern, bildete vielleicht eine Ausnahme, als er uns streikenden Studierenden vorwarf, wir hätten lediglich eine „neomarxistische Umwälzung“ im Sinn. Dass uns ansonsten die rosigsten Sympathiebekundungen entgegenschwappten, angefangen von den HochschulrektorInnen über diverse WissenschaftsministerInnen bis hin zur Bundesbildungsministerin, machte uns relativ stutzig. Zumal die dann vorgeschlagenen Verbesserungen so ziemlich dem entgegengerichtet waren, wofür wir uns einsetzen. Statt einer sozialen Öffnung der Bildungseinrichtungen schlägt Annette Schavan (CDU) jetzt das sog. <a href="http://www.taz.de/1/zukunft/wissen/artikel/1/bildungsstreik-erreicht-hotel-adlon/">„Bildungssparen“</a> vor, das Eltern ermuntern soll, für die Bildung ihrer Kinder vorzusorgen, während der Staat nur mehr Zuschüsse bereitstellt oder die Beiträge steuerlich absetzbar macht. Eine Bafög-Erhöhung – begrüßenswert! – kommt nur, wenn die Länderchefs das von der schwarz-gelben Bundesregierung geforderte nationale Stipendienprogramm akzeptieren, das jedoch vor allem Akademikerkindern zugute kommen würde. Und überhaupt, auf unsere Proteste zu antworten, es sei „richtig, wenn die Studenten sagen, wir pochen darauf, dass das, was ihr beschlossen habt, jetzt auch tatsächlich umgesetzt wird“, wie es Schavan in der Tagesschau erklärt hatte, zeugt entweder von dreister Taktik oder glatter Blödheit (oder vielleicht beidem).</p>
<p>Ansonsten herrschte weit und breit Konsens über die dringend erforderliche Aufweichung des starr aufgebauten und völlig verschulten Bachelors, die Verbesserung der universitären Mobilität, sowie über die finanzielle Aufstockung des gesamten Bildungssektors. Würden wir jetzt also zumindest Teilerfolge vorlegen können? Sollte der Bildungsstreik gar der Startschuss für eine neugewonnene gesellschaftliche Harmoniewelle sein? Weit gefehlt! Es würde ja wirklich jede(r) Beteiligte gerne nachbessern, aber die Zuständigkeiten waren nicht so ganz geklärt. Nachdem der Rheinland-Pfälzische Wissenschaftsstaatssekretär Michael Ebling besonders die Hochschulen in der Verantwortung sah, konnte der Mainzer Universitätspräsident Georg Krausch, damit konfrontiert, nur müde kichern. Immerhin stehe doch seines Erachtens nach vor allem Kultusministerin Doris Ahnen in der Verantwortung. Beim Bund nachzufragen, das traute sich gleich gar niemand mehr, schließlich kann dieser nach der endgültigen Entkernung des Hochschulrahmengesetzes nur noch ein paar hübsche Exzellenzzertifikate ausstellen.</p>
<p>So weit die nett gemeinten Kompetenzenschiebereien. Jetzt allerdings schlagen die neoliberalen Reformkräfte mit aller propagandistischer Macht zurück. In der Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung vom 22. November (<a href="http://www.faz.net/s/RubEC1ACFE1EE274C81BCD3621EF555C83C/Doc~E5D3FDFB6B551407CAE552E6436B0480F~ATpl~Ecommon~Scontent.html">„Krethi und Plethi an der Uni“</a>) lässt Melanie Amann ohne jegliche Erwiderung durch die <a>Gegenseite</a> gleich drei der üblichen Verdächtigen zu Wort kommen: das Ifo-Institut, das Centrum für Hochschulentwicklung (CHE) und die Hochschulrektorenkonferenz (HRK).<span id="more-1494"></span></p>
<p>Einleitend verkehrt Amann, die alte Satirikerin, studentische Wünsche ins Ironische, gar Absurde und legt nahe, wir „Bachelor-Sklaven“ träumten uns allesamt „zurück ins 19. Jahrhundert, zu einer ,gemeinwohlorientierten Bildung nach humanistischem Ideal&#8217;“. Denn es ist ja bekannt, dass gerade in der Restaurationszeit das Ideal der freien Entfaltung des Individuums die Präambel eines jeden Koalitionsvertrages prägte. Weiter heißt es, „(s)ie träumen vom elitären Freiraum, aber natürlich für jedermann &#8230; alles ,sozial gerecht&#8217;, versteht sich.“ Selbstredend, Frau Amann! Sie lassen dem Leser auch gar keinen anderen Schluss übrig, wenn Sie dann hinzufügen: „Dass dieser Wunsch ein bisschen paradox ist, wissen die Demonstranten wohl auch.“ Ganz anscheinend.</p>
<p>Vielleicht ist es dann Amanns schlechtes Gewissen ob ihres vorangegangenen Zynismus, denn auf einmal wird sie mitfühlend, wenn sie den Studierenden anbietet, sie „doch mehr an die Hand (zu) nehmen“. Das Problem an diesem Angebot ist, dass nun wirklich jede(r) in der Kindheit beigebracht bekommen hat, nicht mit wildfremden FAS-Redakteuren mitzugehen. Zumal Amann uns in der Folge mit Geldversprechen locken möchte, wenn sie die zweifelsohne ideologiefreien Befunde des Ifo-Forschers Ludger Wößmann anführt, der ausgerechnet hat, dass das „Gehalt eines Universitäts-Absolventen &#8230; um mehr als die Hälfte höher (ist) als das eines Berufstätigen mit Lehre“. Ein Schelm, wer darin eine Rechtfertigung für kreditfinanzierte Privatinvestitionen in das eigene Humankapital herausliest. Wößmann weiter: „Wir können das Reservoir der Studenten in jedem Jahrgang problemlos um zehn bis 20 Prozent vergrößern, ohne dass die Bildungsrendite sinkt.“ Oder so. Wie kommen wir wildgewordenes Studierendenpack im Angesichte solchen analytischen Scharfblicks auch nur auf die Idee, zu glauben, Bildung würde als Ware angesehen werden.</p>
<p>Josef Kraus, Vorsitzender des Deutschen Lehrerverbandes, verleiht dem Artikel im Anschluss den dringlich vermissten Schuss blanker Willkür: „Je nach Bundesland gibt es bis zu 20 Prozent Abiturienten, an deren Studierfähigkeit man getrost zweifeln darf.“ Kein Wunder also, dass dieser, wie gesagt, willkürlich bestimmten Masse, das streng modularisierte System wie ein Segen vorkommen sollte. Denn „(s)elbst wenn man annimmt, dass die neuen Studenten alle gleich geeignet sind, lernen sie trotzdem anders, brauchen andere Methoden, mehr Struktur, mehr Anleitung“, findet Amann und lässt daraufhin Christian Berthold von CHE Consult („einer Beratungsgesellschaft für Hochschulen“) zu Wort kommen: „Das strukturierte und verschultere System bietet &#8230; viele Gestaltungsoptionen. In einer Massenhochschule ist eine straffere Struktur der Studiengänge unerlässlich.“ Auch hier möchte man einen Schelm darin erkennen, wer meint, das CHE sei als Lobbyorganisation und Sprachrohr der Bertelsmann-Stiftung sowie der HRK gänzlich neutral in seiner Beratungstätigkeit. Die Nicht-Schelme unter uns jedoch echauffieren sich hingegen über Amanns selektiven Zitierstil. Oder aber sie haben sich einfach noch nicht richtig „in Credit Points und Module hereingefuchst“, denn wer das geschafft hat, „dem biete das System Freiraum und Flexibilität“. Der Bildungsstreik also nichts weiter als ein gewaltiger Irrtum unsererseits? Immerhin „brechen (Bachelor-Studenten) im Durchschnitt seltener ihr Studium ab als ihre Vorgänger im Diplom- und Magisterstudium“, so der Befund des Hochschulinformationssystem (HIS), der als nächstes zitiert wird. Ein Blick in die der antikapitalistischen Auswüchse garantiert unverdächtigen Financial Times Deutschland vom 18.11.2009 allerdings hätte Amann ein ernüchternderes Bild vor Augen geführt, denn der Artikel <a href="http://www.ftd.de/wissen/mensch/:studentenproteste-zu-viel-stress-zu-wenig-geld/50039335.html">„Zu viel Stress, zu wenig Geld“</a> beweist, dass der Bachelor „(s)chlecht funktioniert &#8230; in den Ingenieurswissenschaften, wo die Zahl der Abbrecher dramatisch gestiegen ist“. Dabei hatte Rosinenpickerei doch mehr was für Hartz IV-Empfänger sein sollen als für distinguierte FAS-Redakteure &#8230;</p>
<p>Mit dem versammelten Establishment im Rücken, im Folgenden unter dem Chiffre HRK angeführt, wähnt sich Amann allerdings in guter Gesellschaft. Jan Rathjen, Bereichsleiter für Bildung in der HRK, sieht nämlich „(m)angelnde Orientierung im Studium (als einen) wesentliche(n) Grund für die hohe Abbrecherquote. Die Gliederung des Studiums in Module gibt mehr Halt. Die Studenten können Ziele und Sinn der Lerneinheiten besser nachvollziehen.“ Wenn ihnen die Zeit dafür bleibt zwischen all den Studienleistungen, die sie zu erbringen haben. Denn dem nun geschaffenen „Bulimie-Studium“ hätte man statt dessen erst einmal eine bessere Finanzierung des Hochschulsystems entgegensetzen können. Damit hätte man auch die Universitäten mit mehr Lehrkräften, mehr Lehrmaterial, mehr Lehrräumlichkeiten ausstatten und folglich auch Zugangsschranken außer Kraft setzen können. Nun mit massivster propagandistischer Macht zu versuchen, die überstürzte Einführung der Reformvorschläge, die an einem einzigen Tag zu Papier gebracht worden waren, zu verteidigen, ist eher das unkonstruktive Element in dieser Debatte. Denn stimmten all diese Behauptungen auch tatsächlich, sähen die Studierenden gar keinen Anlass zu streiken.</p>
<p>Oder sind wir etwa Masochisten? Denn zum Abschluss des Artikels wird die kühnste Behauptung aufgestellt: „Bachelors seien ,ein bisschen&#8217;, die Master-Studierenden ,deutlich zufriedener&#8217; als Kommilitonen im alten System“, wie das HIS herausgefunden haben will. Woraufhin Amann zu guter Letzt bemerkt: „Vielleicht müsste man das den Bachelor-Sklaven einmal sagen.“ Schade, dass Volker Koscielny, psychologischer Berater der zentralen Studienberatung der Universität Münster, in diesem Artikel nicht zu Wort kommt. Seiner fachlichen Ansicht nach, sei die hohe Anzahl der Prüfungen übertrieben, viele Bachelor-Studierende litten darüberhinaus unter Depressionen. „Jeder fünfte Hilfesuchende braucht neben der Beratung eine professionelle Psychotherapie.“ (Spiegel-Online, 14.02.2009) Vielleicht müsste man das den Sklaventreibern einfach einmal sagen.</p>
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		<title>Es wird ZEIT &#8230;</title>
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		<pubDate>Tue, 03 Nov 2009 16:37:57 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Jan</dc:creator>
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			<content:encoded><![CDATA[<p>&#8230; sich dem Markt zu unterwerfen! Ein Video vom NDR, dass das ohnehin schon recht seltsame &#8220;Campus&#8221;-Magazin der Zeit, hier in einem &#8220;Karriere&#8221;-Spezial, auf recht unterhaltsame Art und Weise beleuchtet:</p>
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