Selbstverständnis

Das Selbstverständnis des AK Protest. Dieses Selbsverständnis wurde durch das Plenum beschlossen und wird von jedem Mitglied des AK Protest konsensual getragen:

Inhalte: Bildung im gesellschaftlichen Kontext

  • gegründet im Rahmen des Bildungsstreiks
  • zentral bildungspolitisch ausgerichtet
  • gesellschafts- und medienkritisch

Struktur: Gesprächsoffen, streitbereit, konsensorientiert

  • transparent
  • offen und online für alle
  • überparteilich und bündnisbereit
  • pluralistisch und hierarchiefrei
  • idealistisch und pragmatisch

Aktion: Störung und Bildung

  • (de)konstruktiv
  • kreativ
  • öffentlichkeitswirksam
  • künstlerisch

Der AK Protest, dessen Arbeit allen offen und frei zugänglich sein soll, setzt sich also in seiner Arbeit einen bildungspolitischen Schwerpunkt. Dieser ist im Übrigen nicht auf die Universität beschränkt – Schule, Ausbildung, Fort- und Weiterbildung, schlicht: Bildung in allen Lebensbereichen ist Programm; doch darf dabei der Gesamtkontext nicht vernachlässigt werden, in den Bildung als inhaltliches Thema eingebettet ist. Daher steht der AK Protest auch anderen Fragen, wie (massen)medialer Berichterstattung, Umwelt- und Arbeitspolitik oder Globalisierung, die in das Themenfeld Bildung hineinreichen, kritisch gegenüber, ohne diese Fragen aber explizit zum Arbeitsgegenstand zu erklären, weil für diese Bereiche bereits andere versierte und spezialisierte AKs bestehen, mit denen zusammengearbeitet werden kann.

Den gesellschaftlichen Kontext des AK Protest sehen wir insbesondere in der gesellschaftlichen Funktion, die Bildung innehat:  Ein freier Zugang zur Bildung unterstützt kritisches Denken und fördert eine freie, kritische Demokratie.

Die zur Verfolgung seiner Ziele gewählten Aktionsformen des AK Protest sollen daher den Grundsatz der demokratischen Einflussnahme nicht verletzen, aber unter den in den Stichpunkten aufgeführten Leitsätzen breit und vielfältig gefächert sein: Demos, gezielte, sinnvolle Besetzungen, offene Uni, Seminare, Infostände, Informationsarbeit, Verfremdungen, Verhüllungen, Enthüllungen, Störungen des universitären Betriebs, Spuckies, Stadtverschönerungen, Blockaden, Flashmobs, Politisieren, mitreden und Schwachpunkte aufdecken, Ignoranz enthüllen, gegenseitig weiterbilden … Störung und Bildung! Die Aktionen sollen dabei immer darauf abzielen, sich selbst und die Adressaten tatsächlich und effektiv aus einem alltäglichen, d.h. gewöhnlichen und althergebrachten Kontext herauszulösen, um die Diskussion jenseits festgefahrener Strukturen zu ermöglichen. In diesem Sinne sollen die Aktionen des AK Protest darauf abzielen, zu (de)konstruieren: D.h. gängige Meinungen und Attitüden zu dekonstruieren, um Schwachstellen aufzuzeigen und offenzulegen, die dann konstruktiv im Zuge eines Diskurses der Beteiligten in neue, bessere Ideen und Konzepte überführt werden können. Kunst ist ein geeignetes Mittel, um diesen methodischen Zielen gerecht zu werden.

Allgemein verfolgt der AK Protest seine Ziele jedoch immer unter dem Gesichtspunkt der Suche des Dialogs mit Beteiligten und Entscheidungsträgern. Nicht die Konfrontation und der Konflikt sollen im Vordergrund stehen, sondern die rasche Durchsetzung der Ziele, die im Interesse aller stehen.

9 Kommentare

  1. Hallo Jan,
    habe gerade nur ein paar ganz kleine und hauptsächlich ortographische Korrekturen in Deiner Textversion vorgenommen. Ansonsten würde ich höchstens die Aufreihung der Aktionsformen noch etwas entzerren…
    - wenn nichts dagegen spricht mache ich das dann direkt am Text und ohne extra Kommentar;)

  2. Ja. Dafür. Das ist irgendwie rundlicher. PS: Jan, ich nehme Deine Aufforderung auf einen allerersten Rohentwurf auf den Offenen Brief der AK gerne ernst und hinterlege dann in den nächsten Tagen einen Entwurf als Kommentar auf den Heidelberger Apell. Konkretforderungen könnt ihr dann als Regelstudenten viel besser ergänzen und beliebig streichen. Forderungs-Anlage wächst ja noch ein wenig, oder drängt es?

  3. Ich bin auch dafür.

  4. Vielleicht ist “(de)konstruktiv” noch schöner, weil es bei des als Optionen stark macht.

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