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	<title>AK ProtestJOGUStINe</title>
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	<description>Protest Open Source!</description>
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		<title>Manifest der Unmündigkeit</title>
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		<pubDate>Tue, 02 Feb 2010 00:42:10 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Jan</dc:creator>
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		<category><![CDATA[JOGUStINe]]></category>
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		<category><![CDATA[Unmündigkeit]]></category>

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		<description><![CDATA[Am Mittwoch, den 27.1., fand in der Alten Mensa auf Initiative des AStA und des AK Protest hin die erste in einer Reihe von Diskussionsveranstaltungen statt, die der wirksamen Vermittlung studentischer Probleme an Präsidium und Verwaltung dienen sollen. Thema der Diskussion war das wohlbekannte und vielgehasste Studienverwaltungssystem JOGUStINe (Johannes-Gutenberg-Universität-Studierenden-Informations-Net), das sowohl bei den Studierenden, als [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Am Mittwoch, den 27.1., fand in der Alten Mensa auf Initiative des AStA und des AK Protest hin die erste in einer Reihe von Diskussionsveranstaltungen statt, die der wirksamen Vermittlung studentischer Probleme an Präsidium und Verwaltung dienen sollen. Thema der Diskussion war das wohlbekannte und vielgehasste Studienverwaltungssystem JOGUStINe (Johannes-Gutenberg-Universität-Studierenden-Informations-Net), das sowohl bei den Studierenden, als auch Dozierenden durch seine bevormundenden Regularien, seiner schlechten Benutzerfreundlichkeit und seine wiederholten Datenbankfehler einen unrühmliche Platz im universitären Alltag eingenommen hat.</p>
<p><span id="more-2373"></span>Die Liste der Probleme und Restriktionen, die mit JOGUStINe eingeführt wurden, ist lang: So ist es den Studierenden seit der Einführung von JOGUStINe nicht mehr möglich, Lehrveranstaltung einfach zu besuchen, und sich dort für einen Scheinerwerb zu entscheiden; stattdessen ist mit dem neuen Verwaltungssystem eine vorherige Anmeldung innerhalb einer fest gesteckten Frist erforderlich, die weit vor Beginn des entsprechenden Semesters liegt. So ist für viele oft noch während der Anmeldung ungewiss, ob sie überhaupt die mitunter qualifizierenden Prüfungen aus dem vorherigen Semester bestanden haben. Hinzu kommt die Diskriminierung derer, die von einer für den Scheinerwerb angemeldeten Veranstaltung zurücktreten, wofür es im persönlichen Studien- und Lebensverlauf viele Gründe geben kann: Von Schwierigkeiten wie krankheitsbedingtem Ausfall, der mit großen Lerneinbußen verbunden sein kann, über veränderte Studieninteressen bis hin zu zeitaufwendigem ehrenamtlichem oder politischem Engagement. Die Betroffenen werden in Konsequenz bei einem abermaligen Besuch der gleichen Veranstaltung, was für die strengen und einengenden Studienordnungen unterworfenen Bachelorstudierenden oftmals obligatorisch ist, mit niedrigster Priorität zugelassen &#8211; bei den mit JOGUStINe vermehrt eingeführten Beschränkungen der Teilnehmendenzahlen in Reaktion auf die aus der Unterfinanzierung erwachsenen Engpässe ein großes und ernstzunehmendes Hindernis. Im schlimmsten Falle kann es Studierenden so passieren, im laut Bildungsministerin Ahnen &#8220;studiengebührenfreien&#8221; Rheinlandpfalz noch mit den nicht unerheblichen Studiengebühren für Langzeitstudierende belastet zu werden.</p>
<p>Eine ganz neues Hindernis, das auch erst mit JOGUStINe in Erscheinung getreten ist, bedeutet für etliche Studierende die nunmehr fehlende Möglichkeit, fachfremde Veranstaltungen zur weitergehenden Ausbildung mit Hinblick auf einen gewünschten Beruf oder zur persönlichen, interessengemäßen Bildung und intellektuellen Bereicherung zu besuchen. Einer tatsächlichen, also selbstbestimmten und selbstgewählten Bildung mit dem Ziel der Schaffung einer kritikfähigen, autonomen und mündigen Persönlichkeit wird so der Stempel der Illegitimität aufgedrückt und ihr aktiv entgegengewirkt. Dies ist jedoch kein unglücklicher Zufall, der aus der gedankenlosen und übereilten Konzipierung neuer Studienordnungen entstanden ist, sondern politisches Kalkül zwecks Verbilligung der Ware StudentIn. Der entsprechende Erlass erging hier von Ministerin Ahnen selbst, wie Herr Einig, Leiter der Abteilung Studium und Lehre, im Gespräch mitteilte.</p>
<p>Doch nicht nur die Studierenden haben allen Grund, dem System JOGUStINe mit Skepsis bis offener Ablehnung gegenüber zu stehen. Auch die Dozierenden sind von den Steinen, die ihnen die Verwaltungssoftware immer wieder in den Weg wirft, betroffen, in der Regel dann, wenn Studierende nicht zu der Veranstaltung zugelassen werden, die sie besuchen wollten. Dies geschieht oft schon durch einen schlichten Datenbankfehler: In der Vergangenheit kam es schon mehrfach zu Vorfällen, bei denen für Studierende auf rätselhafte Art und Weise die Zulassungen zu sämtlichen, bereits angemeldeten Veranstaltungen aus dem System verschwunden sind. Die Arbeit, die Betreffenden wieder einzutragen, verbleibt oft bei den Dozierenden. Ähnlich verhält es sich, wenn sie von Studierenden gebeten werden, sie im Nachhinein für Veranstaltungen zu registrieren, in denen noch Plätze frei geworden sind. Eine weitere Bürokratisierung und Formalisierung ihrer Arbeit erfahrene Dozierenden aber auch durch die hinzugekommenen Formalia für die Registrierung einer Lehrveranstaltung im System.</p>
<p>Nicht zuletzt aber stellt auch der Datenschutz, dessen Gewährleistung bis jetzt nirgendwo nachvollziehbar ist, ein erhebliches Problem der zentralen Studienverwaltungssoftware dar, die die hungrig verschlungenen Informationen über Studierende und die von ihnen erbrachten Leistungen mitunter 60 Jahre vorrätig hält. Zu vergangenen Datenskandalen, wie dem Diebstahl von Millionen von Benutzerprofilen bei StudiVZ oder dem Verkauf von Benutzer- und Kundendaten, die zuvor gestohlen wurden, wie es bei der Telekom der Fall war, kam es bereits immer wieder und immer dort, wo große Mengen von Daten zentral abrufbar waren. Die weitaus größere Gefahr stellen dabei jedoch nicht Hacker dar, vor denen man sich hinter Firewalls und mehr oder weniger ausgeklügelter Software sicher wähnt, sondern interne MitarbeiterInnen, die im Rahmen ihrer Tätigkeiten an zentraler Stelle Zugriff auf die jeweiligen Daten haben. Die illegale Herausgabe von Daten kann jedoch auch durch das Präsidium selbst veranlasst werden: Im Zuge einer Rasterfahndung gegen mutmaßliche &#8220;Terroristinnen&#8221;, die das BKA im Jahr 2001 nach den Anschlägen vom 11. September durchführte, stellte der damalige Präsident der Mainzer Universität der Polizei sämtliche Studierendendaten bedenkenlos zur Verfügung.  Zu spät stellte ein Gericht fest, dass ein solcher Kuhhandel mit Daten ohne jeden Verdachtsmoment gegen die Betroffenen absolut unverhältnismäßig und unzulässig ist.</p>
<p>Schließlich bereitet JOGUStINe aber auch dort Kopfzerbrechen, wo solches am schnellsten und unmittelbarsten störend wird: Auf der Benutzeroberfläche. Eine fehlende Suchfunktion, ein nur mäßig übersichtliches Layout, irreführende Angaben, nichtkommentierte Auswahlmöglichkeiten oder die bis jetzt noch vermisste Funktion des Ausdruckens von Stundenplänen machen die alltägliche Bedienung des Systems zu einem Graus. Verbunden mit dem absoluten Zwang, JOGUStINe zu benutzen, wird die neue Studienverwaltung mit den von ihr geschaffenen Sachzwängen für die meisten Beteiligten untragbar.</p>
<p>Die Diskussion nun über diese nicht mehr annehmenbaren Situation, die sogar schon auf der Besetzung des Atrium Maximum begann und die Probleme schon dort in vollem Umfang thematisierte, wurde eigentlich mit der Zielsetzung begonnen, durch ein erneutes Aufzeigen der Misstände ein Problembewusstsein bei den Verantwortlichen zu schaffen und ein Umdenken dahingehend zu bewirken, dass Entscheidungen nicht mehr über die Köpfe der Betroffenen hinweg gefällt werden. Doch bald schon stellte sich heraus, dass diese Hoffnung wohl zu hoch gesteckt war &#8211; so hoch, dass es angesichts des tatsächlichen Gesprächsverlaufs geradezu utopisch erschien, in dieser Diskursform tatsächlich jemals etwas zu bewegen.</p>
<p>Prägend für den Gesprächsverlauf war eine Resignation und Missmut verbreitenden Behandlung der Anwesenden Studierenden von oben herab &#8211; die Gäste aus Präsidium und Verwaltung machten nur allzu deutlich, wer der Versammelten die höheren Machtprivilegien genießt. Dies zeigte sich explizit in der herablassenden Reaktion auf das Verlangen der Studierenden nach einem freien Studium, dass sich gerade eben nicht in den engen und absurd bürokratischen Bahnen bewegt, die die neu geschaffene Verwaltungssoftware in den studentischien Alltag hinein manifestiert. Statt dieses Verlangen ernst zu  nehmen und ihm Gehör zu schenken, wurden jedoch seitens der Anwesenden aus Verwaltung und Präsidium wiederholt und zunehmends plumper werdende Versuche unternommen, die Forderungen der Studierenden als illegitim, realitätsfern oder sogar als aus purer Ignoranz entsprungen darzustellen. Dabei sollte der Unmündigkeitsapparat, den JOGUStINe verkörpert, nicht nur mittels der Sachzwänge aus Raum- und Personalnot gerechtfertigt werden, deren &#8220;Bekämpfung&#8221; durch das Verwaltungssystem den Charakter eines &#8220;fairen Managements der Ungerechtigkeit&#8221; bekommt. Permanent verwies man also darüberhinaus auf die Studienordnungen, die die arme, unbescholtene JOGUStINe nur abbilden würde &#8211; als ob dies irgendetwas an der Legitimität und Dringlichkeit der Forderungen änderte! Als gingen alle Studierenden nun nach Hause, um dort im Stillen auf die Willkür der Obrigkeit zu hoffen! Im Verweis auf scheinbar unumstößliche Rechtsvorschriften sollte den Studierenden wohl der Eindruck verschafft werden, das die neue Mühsal, die ihren seit der Bolognareform ohnehin kaum noch tragbaren Studienverlauf begleitet, eine Art von Naturkatastrophe oder höheren Übels ist, die sich nur in der irdischen Instanz &#8220;JOGUStINe&#8221; manifestiert und nicht abwenden lässt.</p>
<p>Wie es überhaupt zur Einführung der neuen Studienordnungen kam, ist nunmehr kein großes Rätsel: Die allgegenwärtige Knappheit an Räumen, Dozierenden, Verwaltungspersonal und freien finanziellen Mitteln führt zu den Engpässen, denen JOGUStINe und die neuen Studienordnungen auf verdeckende Art und Weise entgegenwirken sollen; dergestalt verdeckend, als dass die begründende Verweisung auf die gesetzliche Vorschriften die neue Verwaltung als deren Produkt und nicht als Resultat einer mangelnden Bereitschaft zur Ausfinanzierung des Bildungswesens erscheinen lassen soll. Das Problem sollte also theoretisch  auf eine neue Instanz verlagert werden, die Kraft der ihr vermeinten Autorität ihrer Kritisierbarkeit enthoben werden soll. Dies ließen die im Gespräch beteiligten Kammrath, Einig und Krausch mehr als deutlich werden. Nun noch daran glauben zu wollen, dass die konkrete Ausgestaltung des digitalen Verwaltungsapparats ein Zufall ist, kommt blanker Naivität gleich.  Nicht die fehlende Kommunikation zwischen Studierenden und faktischen EntscheidungsträgerInnen, nicht eine Unkenntnis vom tatsächlichen Verlauf eines Studiums oder die Unwissenheit über studentische Interessen haben zu dem derzeitigen status quo geführt, sondern eine Modellbildung, die wohlüberlegt und in bestem Wissen um die nun nicht mehr gegebene Möglichkeit eines freien und selbstbestimmten Studium an einem solchen vorbeisteuert.</p>
<p>Der Alltag der Studierenden wird folglich bewusst nicht in in den Studienordnungen wiedergegeben, sondern es werden unter Ausschluss der Studierenden normative Vorschriften zur Bestimmung derer Alltags gefasst, und danach die Durchsetzung jener mittels des Studienverwaltungssystems erzwungen. JOGUStINe erfüllt dabei die Aufgabe einer Pressformungsmaschinerie; sie hat den Zweck, eine Form von Studium, die sich nicht den neoliberalen Vorstellungen von allgegenwärtiger Effizienz und Wirtschaftlichkeit in allen Lebensbereichen unterordnen lassen will, mit aller Gewalt hin zu einer wirtschaftlich verwertbaren Form zu biegen. Diese Schema fügt sich bestens in die Forderungen nach einem besseren &#8220;Managment&#8221; der Hochschule ein, die nicht nur RCDS oder die liberale Hochschulgruppe vortragen: Bei dieser &#8220;Betriebsform&#8221; soll durch den weiteren Aufbau von Hierarchien und die Abschaffung demokratischer Gremien zwecks Beschleunigung von Entscheidungsabläufen eine Gewinnsteigerung erzielt werden. In diesem Sinne hat die Universität als Bildungsstätte nicht finanziert zu werden, sondern sich vielmehr selbst zu tragen; die Unterfinanzierung muss also als &#8220;Leistungsanreiz&#8221; interpretiert werden.</p>
<p>Seltsamerweise war und ist aber auch Herr Präsident Krausch sehr schnell bei der Sache, wenn es darum geht, diese Finanznot händeringend zu beklagen. Er unternimmt diesbezüglich jedoch relativ wenig, im Gegenteil: Statt seine politische Mache etwa gegen die Art und Weise von Politik und gesellschaftlichem Diskurs zu wenden, mit der Bildung derzeit ver- und gehandelt wird, bekennt er sich hinter den Kulissen zu einem treuen Jünger der zeitgenössischsten Form des Kapitalismus, die da Neoliberalismus heißt, und ruft, ganz im Stil eines Großunternehmers eine neue und großartige &#8220;Corporate Identity&#8221; aus, im Glanz derer Design die Universität fortan erstrahlen und daran ihr Profil schärfen soll. Wenigstens wird dann auch die hiesige Hochschule mit wehenden Fahnen in den ruinösen Wettbewerb einziehen, der ja fortan im gesamten Bildungswesen herrschen soll. In diesem scheinbaren Widerspruch wird jedoch deutlich, dass es Herrn Krausch nie um einen Diskurs mit den Studierenden oder die Vertretung der Interessen einer freien Bildung gegangen ist; so bleibt die zur Schau gestellte Sorge um die Finanzlage nicht mehr als ein bloßes Lippenbekenntnis.</p>
<p>Es hat sich also gezeigt, dass die gewählte Form des Diskurses nicht fähig ist, Einsicht oder gar Änderungen zu bewirken, da sie dem Präsidium keinen Anreiz oder Zwang zur Handlung gibt. Die Autoritäten in diesem Konflikt verbleiben in ihren Machtpositionen; und solange diese nicht angegriffen werden und die Entscheidungsgewalt in die Hand aller BildungsträgerInnen gelegt wird, besteht auch keine Hoffnung auf Besserung.</p>
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		<title>Protokoll vom 27.1.2010, 1. Jour Fixe</title>
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		<pubDate>Wed, 27 Jan 2010 17:24:36 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Jan</dc:creator>
				<category><![CDATA[Protokolle]]></category>
		<category><![CDATA[JOGUStINe]]></category>
		<category><![CDATA[Sure Fix]]></category>

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		<description><![CDATA[Thema: JOGUStINe Nach einer Einführung durch Dominic Riemenschneider (AStA-HoPo), die unter anderem die Quotierung (Studis:Verwaltung &#38; Präsidium &#8211; 3:1, weiche Frauenquotierung, später ErstrednerInnenquote) bekannt gab, stellten sich die Gäste vor: Georg Krausch (Präsident), Bernhard Einig (Leitung Abteilung Verwaltung) und Anke Kamrath (Für JOGUStINe Verantwortliche in der Verwaltung). Dann meldete sich Herr Krausch mit dem aktuellen [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<h4>Thema: JOGUStINe</h4>
<p>Nach einer Einführung durch Dominic Riemenschneider (AStA-HoPo), die unter anderem die Quotierung (Studis:Verwaltung &amp; Präsidium &#8211; 3:1, weiche Frauenquotierung, später ErstrednerInnenquote) bekannt gab, stellten sich die Gäste vor: Georg Krausch (Präsident), Bernhard Einig (Leitung Abteilung Verwaltung) und Anke Kamrath (Für JOGUStINe Verantwortliche in der Verwaltung). Dann meldete sich Herr Krausch mit dem aktuellen &#8220;Stand der Dinge&#8221; zu Wort:</p>
<p><span id="more-2359"></span>Frau Ahnen (Bildungsministerin RLP) hat den endgültigen Entwurf für das neue LHG der Öffentlichkeit vorgestellt, weiterhin gab es zwei Treffen mit der Ministerin und den HochschulrektorInnen RLP, unter anderem zum Bildungsstreik. Zur LHG-Novelle merkte Herr Krausch an, dass einige Dinge im neuen LHG verbessert wurden: Der Hochschulrat hat nicht mehr die Möglichkeit, die Abwahl des Präsis zu blockieren, die Pflicht zu Zulassungsquoten für den Master wurden zurückgenommen, und das LHG sieht vor, die Prüfungs- und Arbeitsbelastung der Studierenden zur reduzieren. Weiterhin sollen 3 Millionen Euro zusätzlich für die Bewältigung der Probleme der Bolognareform vorgestellt werden. Zum Vergleich: Das Gebäude, das  derzeit für die von Boehringer-Ingelheim gesponsorte &#8220;Lebensforschung&#8221; errichtet wird,  kostet 45 Millionen Euro.</p>
<p>Einleitend zum eigentlichen Thema wurde dann durch ein Input-Referat kurz der Stand der Diskussion anhand des <a title="19.11." href="http://mainz.akprotest.de/2009/11/protokoll-vom-19-11-2009/" target="_self">Protokolls</a> einer Sitzung auf der Besetzung, die sich u.a. mit dem Thema JOGUStINe beschäftigt hatte, vorgestellt. Bezüglich des vorgebrachten Punktes der nicht genutzten Möglichkeit der Raumplanung gab Frau Kamrath später noch zur Kenntnis, dass die Raumplanung immer erst im folgenden Semester erfolgen würde. Was damit die Beschränkungen zu tun haben, machte sie jedoch nicht deutlich.</p>
<p>Nun gab Herr Einig den Stand der Entwicklungen an JOGUStINe bekannt: Zu den &#8220;Datenlotsen&#8221;, den EntwicklerInnen von JOGUStINe, wurde Kontakt aufgenommen, um die geforderten Änderungen an JOGUStINe vorzunehmen. Zu den Restriktionen wurde durch Herr Einig angemerkt, dass diese in den Studien- und Prüfungsordnungen geregelt würden und damit nicht in seine Verantwortlichkeit fielen. Frau Kamrath ergänzte nun, dass ein Datenschutzkonzept, das sich derzeit in Fertigstellung befindet, auf die Seite online zur Einsicht gestellt würde. Sie teilte weiterhin mit, wie die unterschiedlichen Benutzerrollen mit Rechten zur Einsicht versehen sind. Die Einschränkung bezüglich Anmeldungen, fügte Sie hinzu, seien ebenfalls in Studien- und Prüfungsordnungen geregelt, und vielen daher nicht in die Verantwortung der JOGUStINe-Verwaltung.</p>
<p>Auf die Frage nach einer Suchfunktion erwiderte Frau Kamrath, dass es bereits eine Suchfunktion gäbe. In Entgegnung auf die Frage nach der Absicherung der Datenbank jenseits von Benutzerrollen (Verschlüsselung, Zugangssicherung usw.) konnte Frau Kamrath keine Antwort geben außer die, dass die Datenbank mit gängigen Schutzmaßnahmen, wie sie auch für andere Datenbanken verwendet wird, gesichert sei. Herr Krausch ergänzte hier später, dass bei der Einführung von JOGUStINe zwei Datenverwaltungsabteilungen zusammengelegt wurden, um die Sicherheit zu priorisieren. Die Firewall der ZDV sei sicher, würde jedoch aus Sicherheitsgründen nicht vorgestellt. Auf die Frage nach fachfremden Lehrveranstaltungen und der Anmeldung zur Absolvierung von Scheinen wurde ein Student, der sich diesbezüglich erkundigte, an die Serviceadresse von JOGUStINe verwiesen.</p>
<p>Ein Student gab nun zu bedenken, dass JOGUStINe nur eine unzureichende Modellierung eines Studiums darstellt, wie es sich im tatsächlichen Leben vollzieht. Wer Lust hat, nicht nach Formalia, sondern nach eigenen Interessen zu studieren, wird durch die Manifestation restriktiver Ordnungen massiv eingeschränkt. Auf die Frage, wie die Modellbildung anhand der Studienordnung mit dem Studium in Einklang zu bringen sei, entgegnete Herr Einig, Studierende hätten sich über informelle Studienordnungen beschwert, und daher würde jetzt eine strenger Rahmen für das Studium eingeführt, angeblich um Ungerechtigkeiten bei der Zulassung zu beheben &#8211; durch willkürliche Selektion. Erneut verwies Herr Einig nun darauf, dass JOGUStINe nur die Prüfungsordnung abbildet, ergänzte jedoch an späterer Stelle, dass die Fachbereiche dazu verpflichtet seien, allen Studierenden Plätze in ausreichender Zahl zu bieten. Ein Studierender entgegnete darauf, dass das Problem  gerade bei  den Prüfungsordnungen läge, und enge Ordnungen eine freie Bildung effektiv einschränken. Ein anderer verwies darauf, dass folglich die Studienordnungen zu reformieren seien, und fügte hinzu, dass durch die mit JOGUStINe verbundenen Probleme der Mangel an Mitteln, die der Universität zur Verfügung stehen, umso deutlicher wird, was Herr Einig zu einem anderen Zeitpunkt bekräftigte. Später kam auch Herr Krausch auf das Problem der Modellbildung und unzureichenden Rückkopplung zum Studium und zu den Studierenden zu sprechen: Er bemerkte, dass die Kommunikation innerhalb der verschiedenen Gremien der Universität schon von jeher schwierig gewesen sei, hier werde nur ein altes Problem besonders deutlich.</p>
<p>Nun wurde durch eine Studentin beklagt, dass die Senatsrichtlinien für die Restriktion bei der Zulassung zu Veranstaltungen nicht offen lägen. Hierzu vermerkte Frau Kamrath, dass die Kriterien für die Platzvergabe lediglich durch die Fachbereiche auf freiwilliger Basis bekannt gegeben werden. Weiterhin seien im System weitere Informationen hinzugefügt worden, die die Platzvergabe angeblich durchschaubarer machen sollen. Die sogenannte Senatsrichtlinie schließlich, wie Frau Kamrath später mitteilte, besagt nichts anderes als die Diskriminierung von Studierenden beim Rücktritt von Veranstaltungen. Dabei entscheidet der jeweilige Dozierende willkürlich, welche Begründung für die Aussetzung der Diskriminierung ausreicht.</p>
<p>Herr Krausch antwortete nun zunächst auf eine Bemerkung, die darauf eingeht, dass die Probleme wohl durch die mangelnden Gelder entstünden: &#8220;Sie sollten selbstverständlich alles besuchen können, auf was Sie Lust haben, da gibt es keinen Dissens.&#8221; Die Richtlinien seien jedoch notwendig geworden, um die &#8220;knappen Ressourcen&#8221; bestmöglich zu verwalten. Bezüglich der Frage der Studentin verwies er auf die bereits genannte Zusammenlegung der Datenabteilungen und der Sicherheit der Firewall, die angeblich gegeben sei. Dann fragte ein weiterer Studierender, wie es mit dem Zugriff der MitarbeiterInnen des Studierendensekretariats auf die bei JOGUStINe hinterlegten Daten aussähe, insbesondere, ob diese Zugriff auf TAN-Nummern haben. Dazu antwortete Frau Kamrath, dass einige Bereiche, z.B. der Bereich Schalter, auf die TAN-Verwaltung Zugriff haben. Auf die TAN-Liste selbst habe niemand über das System Zugriff. In diesem Kontext ergänzte Frau Kamrath, dass MiterarbeiterInnen des Bafög-Amtes keinen Zugriff auf JOGUStINe haben.</p>
<p>Herr Einig meldete sich im Nachfolgenden bezüglich des Erwerbs fachfremder Scheine zu Wort, und wies darauf hin, dass das Ministerium dafür verantwortlich sei, dass dieser nicht möglich ist: Das Ministerium habe beschlossen, Studierende dürften in fachfremdem Veranstaltungen keine Scheine erwerben. Er würde jedoch dort gerne darauf hinwirken, dass diese Regelung zurückgenommen würde.</p>
<p>Ein Studierender griff nun wieder das Thema Datensicherheit auf: Er gab zur Kenntnis, dass es ihm viel weniger um die Sicherheit bezüglich Hackerangriffen von außen ginge, als vor dem Zugriff von Innen durch beispielsweise dss Präsidium. Er wies auf eine vergangenen Fall hin, bei dem in Folge der Anschläge von 9. September 2001 (World-Trade-Center) auch in Deutschland die höchst umstrittene Rasterfahndung zum Einsatz kam, bei der das Präsidium  der Mainzer Universität trotz Protesten der Studierendenschaft der Polizei dafür die Studierendendaten zur Verfügung stellte &#8211; illegal, wie im Nachhinein ein Gericht entschied. Dazu kommt, dass, so Herr Einig, die Prüfungsdaten der Studierenden mindestens 5 Jahre lang gespeichert werden, die übrigen Daten sogar mindestens 60 Jahre. Herr Krausch zeigte sich in Kenntnis von der angelegenheit, wies die Bedenken jedoch damit zurück, damals (2o01) sei er noch nicht im Amt gewesen. Weiterhin kritisierte der genannte Student das autoritäre Umfeld der Universität, in dem erst Beschlüsse gefällt, und dann überhaupt die Betroffenen darüber informiert werden.</p>
<p>Ein weiterer Studierender fragte nun nach, was konkret bezüglich der Einsicht in Zugriffe auf das eigene Profil geschehen sei. Frau Kamrath sagte, dass diese Funktion womöglich nie umgesetzt würde, in Prüfung mit dem Landesdatenschutzbeauftragten. Weiterhin bemerkte der Studierende, dass das System zu unübersichtlich sei, er wisse überhaupt nicht, zu was für Prüfungen er überhaupt zugelassen worden sei. Hierzu entgegnete Frau Kamrath, es seien bereits Broschüren zur Bedienung herausgegeben worden. Diese konnten dem Studierenden jedoch nicht helfen, da die benötigten Informationen dort nicht enthalten waren. Weiterhin bemängelte er, dass auch die Anmeldung als HörerIn eingeschränkt sei, dem schloss sich eine weitere Studentin an. Sie fügte hinzu, dass es in Philosophie nicht möglich sei, nach einem abgeschlossenem Modul weitere Veranstaltungen daraus zu besuchen. Hier wurde auf die Prüfungsordnung verwiesen, die dies verbietet.</p>
<p>Nun hakte eine weitere Studentin nach, und bemängelt, dass das Problem nicht alleine bei den restriktiven Studienordnungen zu suchen ist, sondern auch JOGUStINe mit die Schuld trifft, da dieses System die Restriktion manifest werden lässt. Eine andere Studentin schloss sich an und bemängelte, dass JOGUStINe im Studium nicht hilfreich sei, sondern im Gegenteil ein System der vollkommenen Bevormundung darstelle. Auf die folgende Nachfrage von Herr Krausch, was die Studierenden eigentlich wollten, wurde ihm mitgeteilt, dass er seit letztem Sommer bereits Kenntnis von den Forderungen hat, was seine Nachfrage sehr erstaunlich macht. Daher wurde nun erneut vorgetragen und präzisiert, dass die Studierenden weder ein bevormundendes und restriktives Studienverwaltungssystem wünschen, noch die Studienordnungen, die das System erst ermöglichen.</p>
<div id="_mcePaste" style="overflow: hidden; position: absolute; left: -10000px; top: 114px; width: 1px; height: 1px;">In diesem Kontext verkündete Frau Kamrath auf Nachfrage später, dass eine Möglichkeit zum Download von Material zum derzeitigen Punkt nicht gegeben seien und diese Funktion auf absehbarer Zeit nicht verfügbar seien werden. Seltsam ist hier, dass mit u.a. diesem Feature JOGUStINe beworben wurden.</div>
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		<title>Kein Bock auf JOGUStINe?</title>
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		<pubDate>Mon, 25 Jan 2010 18:30:25 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Jan</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Dann komm am Mittwoch, dem 27.1. um 14.00 Uhr ins Atrium Maximum in die Alte Mensa! Hintergrund dieses Treffens, dass sich mit dem allgegenwärtigsten Problem des universitären Alltags, dem vielgehassten Studierendenverwaltungssystem JOGUStINe, auseinandersetzen wird, sind die Gespräche mit der Universitätsleitung, die im Rahmen der Besetzung Ende letzten Jahres stattgefunden haben. Da diese jedoch noch nicht [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Dann komm am Mittwoch, dem 27.1. um 14.00 Uhr ins Atrium Maximum in die Alte Mensa! Hintergrund dieses Treffens, dass sich mit dem allgegenwärtigsten Problem des universitären Alltags, dem vielgehassten Studierendenverwaltungssystem JOGUStINe, auseinandersetzen wird, sind die Gespräche mit der Universitätsleitung, die im Rahmen der Besetzung Ende letzten Jahres stattgefunden haben. Da diese jedoch noch nicht von Erfolg gekrönt waren &#8211; bis auf die die gebetsmühlenartige Versicherung der &#8220;Dialogbereitschaft&#8221; &#8211; ist es wichtig, dass nun auch Veränderungen erreicht werden. Dazu ist es wichtig, dass wir alle gemeinsam unsere Stimme <em>gegen</em> das restriktive und unausgereifte Verwaltungssystem sprechen lassen. Auf dem Treffen werden unter anderem folgende Forderungen diskutiert werden:</p>
<ul>
<li>Die Abschaffung der rigide durchgesetzten Anmeldefristen</li>
<li>Keine Diskriminierung von Studierenden beim Rücktritt von Veranstaltungen</li>
<li>Anmeldung für bescheinigte Lehrveranstaltungen auch für fachfremde Studierende</li>
<li>Die Aufhebung der Beschränkung der Teilnehmendenzahlen</li>
<li>Die Gewährleistung des Datenschutzes</li>
<li>Bessere Benutzerfreundlichkeit des Systems</li>
</ul>
<p>Doch dies ist nur ein kurzer Abriss der wichtigsten Punkte. Deshalb ist es wichtig, dass ihr <em>alle </em>kommt, um diese Themen zu ergänzen und Veränderungen zu erreichen, die ein Studium jenseits bürokratischer Zwänge ermöglichen. Für ein selbstbestimmtes Leben und Studium!</p>
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