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		<title>Flugblätterverteilen jetzt strafbar</title>
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		<pubDate>Sun, 21 Feb 2010 13:43:23 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Jan</dc:creator>
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		<category><![CDATA[Japan]]></category>
		<category><![CDATA[Polizei]]></category>
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		<category><![CDATA[Widerstand]]></category>

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		<description><![CDATA[In Japan wurden nach Angaben eines dortigen Bündnisses kürzlich sechs Studierende festgenommen - sie hatten es gewagt, während der Aufnahmeprüfungen ihrer Universität systemkritische Flugblätter auf dem Campus zu verteilen.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Das Verteilen von Flugblättern ist neuerdings strafbar &#8211;  glücklicherweise aber nicht hier. An der Hosei-Universität in Japan jedoch wurden insgesamt sechs  Studierende wegen der Verteilung systemkritischer Flugblätter  festgenommen, wie ein Bündnis autonomer japanischer Studierender  berichtet.</p>
<p>Auf diesen Flyern riefen die JapanerInnen laut eigener Aussage dazu auf, das neoliberale Selbstverständnis ihrer Universität und der Gesellschaft hin zu einer sozialen Gemeinschaft zu verändern, wurden jedoch überraschend und ohne Ankündigung verhaftet. Ihr Vergehen: Sie hätten &#8220;gewaltsam die Geschäftsabläufe der Universität behindert&#8221;. Gerade angesichts dieser Anschuldigung scheinen also die Vorwürfe, die sie in den Flyern an die Universität richten, durchaus gerechtfertigt. So sehen es auch die Verhafteten, die auf ihr legitimes Recht auf demokratische Partizipation an ihrer Universität bestehen, und ihre Rolle als Teil einer sozialen Bewegung einstufen.</p>
<p>Daher ist ihre Antwort auf den rechtlich zweifelhaften Eingriff in ihre persönliche Freiheit und die Freiheit der Meinungsäußerung klar: Die Maßnahmen, mit denen auf ihre Aktion geantwortet wurde, sind überzogen und dienen offensichtlich der Unterdrückung sozialer Proteste. &#8220;Wir werden diese widerrechtliche Festnahmen nicht akzeptieren und für die Freiheit unserer FreundInnen kämpfen!&#8221;, kommentiert Shiori Matsumuro, einer der Aktiven. Es bleibt also nun zu hoffen, dass dieser Kampf erfolgreich sein wird und die Gefangenen nicht wie bei den letzten Festnahmen an der Hosei-Universität etliche Monate in Untersuchungshaft gehalten werden. Dazu ruft das japanische Bündnis zu Solidaritätsaktionen auf: Vorgeschlagen wurde weltweite Demonstrationen vor japanischen Botschaften am 5. März oder die Entsendung von Protestnoten an die <a href="mailto:ic@hosei.ac.jp">Hosei-Universität</a> und an die <a href="mailto:info@botschaft-japan.de">japanische Botschaft</a> in Deutschland.</p>
<p>Weitere  Informationen finden alle, die des japanischen mächtig sind, auf der <a href="http://www.zengakuren.jp/wp/" target="_blank">Homepage des Bündnisses</a>.</p>
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